Eröffnung des Gerda-Lerner-Parks

Der Park in der Hockegasse wurde in einem gemeinsamen Prozess neu gestaltet. Die feierliche Eröffnung und Benennung in Gerda-Lerner-Park fand am 14. Mai 2018 statt.

Spielplatz im Hockepark

Der Park wurde unter Mitwirkung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen attraktiver gestaltet.

Unter Mitwirkung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wurde der kleine Park attraktiver gestaltet. Er ist ein wertvoller Erholungsraum für die umliegende Nachbarschaft und eine wichtige Verbindung für zu Fuß gehende Personen.

Die bisher Hockepark genannte Grünanlage liegt am Rande des Areals der Semmelweis-Klinik auf Höhe der Hockegasse 43. Aufgrund einer benachbarten Baustelle hatte der Park sehr gelitten. Nun entstand ein gut beleuchteter, gemütlicher Ort, der mit den passenden Spielgeräten ausgestattet ist. Der leicht zu durchquerende Park ist außerdem eine wichtige Verbindung für Fußgängerinnen und Fußgänger: Die Hockegasse kann in diesem Bereich nicht von Autos befahren werden.

Die öffentliche Fläche wurde offiziell nach Dr.in Gerda Lerner benannt. Mit der Benennung sollen Leben und Wirken der feministischen Historikerin sowie ihr Kampf gegen den Faschismus gewürdigt werden.

Gerda Lerner: Pionierin der Frauengeschichtsforschung

Gerda Lerner (1920 bis 2013) war Jüdin und Antifaschistin. 1938 musste sie aus Wien in die Vereinigten Staaten von Amerika fliehen. Sie war die erste Historikerin, die über ein frauengeschichtliches Thema promovierte. 1966 wurde sie Mitgründerin der National Organization for Women, der heute größten feministischen Organisation in Amerika. Ihre wissenschaftlichen Studien erschlossen wichtige Quellen zur Frauengeschichte und zählen heute noch zu den Standardwerken der Frauengeschichtsforschung. An der University of Wisconsin richtete Lerner 1990 den US-weit ersten Promotionsstudiengang für Frauengeschichte ein.

Neben wissenschaftlichen Werken schrieb Gerda Lerner auch Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher. In ihrem autobiografisch gefärbten Roman "Es gibt keinen Abschied", der 1953 im deutschsprachigen Raum unter dem Pseudonym Margarete Rainer erschien, beschreibt sie Wien unter dem Austrofaschismus zwischen 1934 und 1938.

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