Aumannplatz - Beteiligungsprojekt für mehr Lebensqualität

Die Währinger Bezirksentwicklungskommission hat 2021 beschlossen, sich das Potenzial des Aumannplatzes und seine Möglichkeiten für mehr Lebensqualität genauer anzusehen. Im Juni 2022 startet ein Beteiligungskonzept.

Der Aumannplatz ist von seiner Anlage her der einzige urbane Platz Währings. In einem 1. Schritt hat die Bezirksentwicklungskommission die Gebietsbetreuung GB* daher ersucht, eine Funktions- und Sozialraumanalyse für den Platz zu erstellen.

Mehrere Monate war die GB* am Aumannplatz unterwegs und hat sich intensiv mit seiner Geschichte, den lokalen Gegebenheiten und seinen Nutzer*innen beschäftigt. Zudem wurden Interviews mit Parkbesucher*innen, Künstler*innen, Geschäftsleuten und anderen Zielgruppen geführt. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden am 30. März 2022 der Bezirksentwicklungskommission präsentiert.

Ergebnisse der Funktions- und Sozialraumanalyse

Der Aumannplatz hat alle Anlagen, zum Platz der Begegnung und zum Ort des Verweilens zu werden. Der Platz ist von Gründerzeithäusern umgeben und von allen Seiten sowie mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Zudem ist der Aumannplatz eine grüne Ruheinsel mit altem Baumbestand, Geschäften, Lokalen und Ateliers.

Hinderlich ist vor allem die starke Fragmentierung des Platzes durch seine derzeitige Gestaltung. Der kleine Park in der Mitte ist nur sehr eingeschränkt zugänglich. Außerdem ist die Querung der Straßen, die auf den Platz münden, herausfordernd und der Autoverkehr über mehrere Spuren stellt eine schwer überwindbare Barriere dar.

Der Platz wird schon jetzt vielfältig genutzt, unter anderem als Treffpunkt der Nachbarschaft, zum Warten auf die Straßenbahn oder zum Sitzen und Sonne-Genießen. Die Schlagworte Öffnung, Begegnung und Verkehrsberuhigung wurden in der Analyse und bei den Interviewten häufig genannt. Die Wünsche reichen von Platz für nachbarschaftliche Initiativen und künstlerische Aktivitäten bis zu besserer Durchwegung und zeitgemäßer Gestaltung.

Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse hat die Bezirksentwicklungskommission einstimmig beschlossen, am Thema Aumannplatz weiterzuarbeiten. Die GB* wird von Juni bis Oktober 2022 vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung am Platz anregen und anbieten. Parallel dazu werden in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Stellen der Stadt weitere Grundlagen erhoben und Verkehrszählungen durchgeführt. Auf Grundlage all dieser Erkenntnisse kann dann in der Folge ein partizipativer Planungsprozess gestartet werden.

Beteiligung 2022: Forum Aumann

Mit den Erkenntnissen der Funktions- und Sozialraumanalyse hat die GB* für 2022 ein Beteiligungskonzept erarbeitet, mit dem das gemeinsame Tun und Geschehen am Platz gefördert wird. Es soll aber auch irritieren, provozieren und überraschen. Den Rahmen für das Beteiligungskonzept bildet eine Kunstinstallation der KULTURDROGERIE, die gemeinsam mit der GB* als KÖR-Projekt eingereicht und bewilligt wurde.

Erfahrungen und Informationen aus den vielfältigen Aktionen möglichst vieler Akteur*innen werden gesammelt und dokumentiert und dienen als Ausgangspunkt für einen folgenden partizipativen Planungsprozess.

  • Eröffnung der Rauminstallation: Juni 2022
  • Aktivitäten am Platz: Juni bis Oktober 2022
  • Jeden 2. Dienstag von 16 bis 18 Uhr ist die GB* mit einem "AUMANN Jour fixe" am Platz. Sie kann außerdem per E-Mail an aumann@gbstern.at und telefonisch unter +43 1 406 41 54 kontaktiert werden. Vor Ort wird außerdem eine Info- und Ideenbox installiert und regelmäßig geleert und ausgewertet.

Ziele und mögliche Nutzungen

Ziel ist es, möglichst viele Akteur*innen in die Aktionen am Platz einzubeziehen, wie zum Beispiel Schulen, Geschäftsleute, Pensionist*innen, Jugendliche, Künstler*innen, Anrainer*innen, zufällige Nutzer*innen oder Vorbeifahrende.

Um einen guten Überblick zu geben, werden die Aktivitäten am Platz anhand von Leitthemen strukturiert und kommuniziert. Aus der bisherigen Arbeit zum Platz hat die GB* folgende Themen abgeleitet, die im Prozess erweitert werden können:

  • Natur in der Stadt
  • Kunst am Platz
  • Wege wohin?
  • Zeit wofür?
  • Raum zum Nutzen

Zu diesen Themen werden unterschiedlichste Formate angeboten. Möglichst viele Menschen sollen erreicht werden und sich einbringen. Beispiele möglicher Interventionen wären die Probe einer Musikgruppe am Platz oder ein mobiler Spielgarten mit Minigolf, Lauftrack und Wasserspiel.

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