Geschichtlicher Hintergrund von Simmering

Erste Belege des heutigen 11. Bezirks

Auf Bezirksboden lassen sich die ersten Spuren menschlicher Tätigkeit in die Zeit der Urnenfelderkultur vor mehr als 3.000 Jahren zurückverfolgen.
1028 finden wir den Ortsnamen zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde verzeichnet, als der "Edle Gottschalk und seine Gemahlin Halika" dem Kloster St. Emmeram bei Regensburg ihr Grundstück, gelegen in Ostarrichi, an einem Ort namens "Symanningen", rechtmäßig übergaben.

Um 1130 sind hier Mitglieder eines Herrengeschlechtes nachweisbar, die Lehensleute der Babenberger gewesen sein dürften. Sie bezeichneten sich in Urkunden als Herren von Simmaningen. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts versiegten die Nachrichten über dieses Simmeringer Landadelsgeschlecht.

Vor der Eingemeindung

Bis zum Jahre 1850 war dann Simmering einer Grundherrschaft untertan.
Von Türkenkriegen (1529 und 1683), feindlichen Einfällen der Ungarn und einer zweimaligen Besetzung durch die Soldaten Napoleons (1805 und 1809) wissen alte Chroniken zu berichten.
Mit Ausklang des 19. Jahrhunderts drängte unaufhaltsam die räumliche und wirtschaftliche Entwicklung Wiens zur Vereinigung mit den Vororten, die außerhalb des Linienwalls (heute: Gürtelstraße) lagen.

Eingliederung in die Stadt Wien

Mit dem Gesetz vom 19. Dezember 1890 wurden 43 bisher selbstständige Gemeinden in den Verband der Stadt Wien aufgenommen. Sie erhielten die Bezirksbezeichnung 11 bis 19.
Simmering und Kaiserebersdorf wurden zu einem Verwaltungsbezirk zusammengeschlossen. Am 21. Dezember 1891 erhielt das Gesetz seine Rechtswirksamkeit.

Grenze zwischen den einstigen Gemeinden Simmering und Kaiserebersdorf

Die Grenze zwischen den Bezirksteilen verläuft vom sogenannten Rettungshügel beim Donaukanal in Richtung Seeschlachtgraben, diesen entlang zur Florian-Hedorfer-Straße. Von der Florian-Hedorfer-Straße führt die Grenze die Simmeringer Hauptstraße stadtauswärts zum Weichseltalweg. Dieser bildete die östlichste Grenze Simmerings.
Vor 1938 waren Teile des Laaer Bergs (nordöstlich) noch Simmering zugehörig. Die Grenzstraße am Laaer Berg markiert noch heute den einstigen Simmeringer Besitz.

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