Verkehrsberuhigung im IKEA-Umfeld

Das Grätzl rund um den Westbahnhof wird bis Ende 2022 grüner und verkehrsberuhigt. Die Neugestaltung erfolgt unter der Einbeziehung der Anrainer*innen. Spatenstich war am 25. April am Langauerplatz.

Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal vor den Plänen der Attraktivierung des IKEA-Umfelds am Westbahnhof

Ende September 2021 präsentierten Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal die Pläne zur Attraktivierung des IKEA-Umfelds.

Unweit des Westbahnhofs wurde ein neuer Standort des Möbelhauses IKEA errichtet. Nun werden Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Aufwertung des Grätzls oberhalb der Mariahilfer Straße gesetzt. Der öffentliche Raum im 15. Bezirk wird attraktiviert und begrünt. Insgesamt werden rund 15.000 Quadratmeter Fläche neu gestaltet.

Verkehrsberuhigende Maßnahmen wurden teilweise schon umgesetzt. Nach dem endgültigen Abzug der IKEA-Baustelleneinrichtungen ist im Frühjahr 2022 die große Umgestaltung gestartet. Die Arbeiten sollen bis Ende Dezember 2022 abgeschlossen sein.


Maßnahmen im Detail

Plan zur "Attraktivierung des IKEA-Umfelds am Westbahnhof" - Verkehrsberuhigung, mehr Grünflächen und neue Bäume

Das Grätzl hinter dem Westbahnhof wird verkehrsberuhigt und ein begrünter Stadtraum mit erhöhter Aufenthaltsqualität geschaffen. Dort, wo es möglich ist, werden die Gehsteige und Aufenthaltsflächen mit hellen, sickerungsfähigen Betonsteinen gepflastert. Neue Grün- und Staudenbeete werden errichtet, bestehende Grünstreifen wie beispielsweise in der Gerstnerstraße verbreitert und mit neuer Staudenbepflanzung begrünt. Es werden 13 neue Bäume gepflanzt.


Verkehrsberuhigende Maßnahmen rund um den Westbahnhof

Etliche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind in Umsetzung:

  • Anrainer*innen-Parken ist seit August 2021 umgesetzt.
  • Die Parkgaragen im Umfeld werden besser ausgeschildert.
  • Das Linksabbiegegebot Fuchsgasse in die Gasgasse (Höhe Langauergasse) wurde bereits festgelegt.
  • Staglgasse und Friedrichsplatz werden autofrei: Die Staglgasse zwischen Friedrichsplatz und Gasgasse wird künftig autofrei. Bis zum ebenfalls geplanten Umbau des Friedrichsplatzes wird ein Provisorium errichtet. Sie wurde im Herbst 2021 zur Fußgänger*innen-Zone. Auch der Friedrichsplatz wird nach seiner Umgestaltung autofrei.

Langauergasse

Visualisierung des neu gestalteten Langauerplatzes

Der Langauerplatz soll grüner werden.

Die Langauergasse wird verkehrsberuhigt. Die Fläche, die bislang ein Parkplatz war, wird umgestaltet. Der neue Freiraum wird mit mehr Grünflächen und neuen Baumpflanzungen großzügig erweitert. Neue Sitzgelegenheiten, Spiel- und Wasserelemente werten den Aufenthaltsraum auf. Die befestigte Fläche wird niveaugleich mit hellem Belag gestaltet. Künftig ist die Einfahrt über den neuen Langauerplatz entlang des ÖBB-Gebäudes nur für Lieferverkehr, Einsatzfahrzeuge sowie Anrainer*innen mit genehmigten Stellplätzen in der Gerstnerstraße erlaubt. Das Radfahren in beiden Richtungen wird ermöglicht.

Oberstes Credo von Planungsstadträtin Ulli Sima ist "Raus aus dem Asphalt" - das ist in einer Millionenstadt nicht überall möglich und daher wird laufend an neuen Möglichkeiten geforscht. Eine besondere Herausforderung sind Feuerwehrzufahrten. In der Langauergasse wird erstmals der sogenannte Netlon-Rasen ausprobiert, statt der üblichen 10 Meter breiten asphaltierten Fläche, die bei diesen Zufahrten vorgesehenen ist. Das österreichische Produkt ist speziell für Feuerwehrzufahrten und Veranstaltungsgelände entwickelt, besteht aus 3 Schichten und ist besonders belastbar.

Friedrichsplatz

Nicht unweit von der Langauergasse befindet sich der Friedrichsplatz, der ebenfalls attraktiviert und verkehrsberuhigt wird. Es kommen Sitzelemente und Grünbeet-Einfassungen auf der Seite des Amtshauses. Der Friedrichsplatz wird nach seiner Umgestaltung zur Fußgänger*innen-Zone.

Mehr Sicherheit für Radfahrer*innen

Auch Radfahrende profitieren von der Umgestaltung rund um den Westbahnhof. In der Gerstnerstraße wird ein baulicher Ein-Richtungs-Radweg als Anbindung an den Westbahnhof geschaffen. Weiters wird die Radfahrrelation von der Mariahilfer Straße stadteinwärts in die Gerstnerstraße verbessert. In der Gasgasse, die im Zuge des Projekts zur Einbahn wird, ist künftig Radfahren gegen die Einbahn möglich. Zudem wurden viele neue Radabstellanlagen angebracht.

Bürger*innen-Beteiligung 2020

Im Vorfeld wurde von Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal ein Bürger*innen-Beteiligungsverfahren zur Verkehrsberuhigung abgehalten. Bei einer Befragung im Herbst 2020 haben sich mehr als 2 Drittel (68 Prozent) für eine weitgehend verkehrsfreie Umgestaltung von Friedrichsplatz und Langauergasse ausgesprochen.

Im Vorfeld der Abstimmung fanden mehrere Versammlungen statt, bei denen alle, die im Umfeld wohnen, aktiv eingebunden waren. Die Anregungen aus diesen Veranstaltungen wurden von Verkehrsexpert*innen aufgenommen und Pläne für eine neue Verkehrsorganisation und neue Oberflächengestaltung entwickelt.

Insgesamt wurden 1.829 Personen (1.735 Anrainer*innen sowie 94 Gewerbetreibende) angeschrieben. 579 Personen (32 Prozent) haben geantwortet.

2 Vorschläge als Grundlage der Abstimmung

Für die künftige Gestaltung des Friedrichsplatzes sowie des neuen Parks entlang der Langauergasse wurden jeweils 2 unterschiedliche Varianten ausgearbeitet. Bei den Gestaltungsvorschlägen bestand der Unterschied vor allem in der Erhaltung einer Durchfahrtsmöglichkeit beziehungsweise der völligen Verkehrsbefreiung.

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