"Auf Wiedersehen, Kinder!": Buch über Ernst Papanek

Ein neues Buch würdigt das Leben und das Wirken des im 15. Bezirk aufgewachsenen Wohltäters Ernst Papanek.

Historikerin Lilly Maier hält Buch in der Hand

Historikerin Lilly Maier

Die Historikerin Lilly Maier hat dem revolutionären Sozialdemokraten und Pädagogen Ernst Papanek mit ihrem Buch "Auf Wiedersehen, Kinder! Ernst Papanek. Revolutionär, Reformpädagoge und Retter jüdischer Kinder" ein literarisches Denkmal gesetzt.

Das Buch ist über den Molden Verlag erschienen. Es stellt den vergessenen Helden des 15. Bezirks in den Mittelpunkt.

Denn obwohl der Gemeindebau in der Oelweingasse 21-23 nach Ernst Papanek benannt ist, ist die Erinnerung 50 Jahre nach seinem Tod heute ein wenig verblasst.


Vergessener Held

Ernst Papanek

Der im Jahr 1900 geborene Ernst Papanek wuchs in der Reindorfgasse 17 auf. Nach den Februar-Unruhen 1934 musste er aus Wien fliehen.

Während des 2. Weltkriegs leitete er 4 Kinderheime in der Nähe von Paris für 283 jüdische Flüchtlingskinder aus Deutschland und Österreich: Die Kinder waren von ihren Eltern auf einem sogenannten "Kindertransport" nach Frankreich geschickt worden, um sie vor den Nationalsozialisten zu retten. Verängstigt und allein fanden sie in den Heimen Papaneks ein Zuhause. Dort predigte Ernst Papanek einen bewusst antiautoritären Erziehungsstil.

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