"Stadtmenschen" bieten Orientierung im sozialen Angebot

Das Ehrenamtsprojekt "Stadtmenschen Wien" baut sein Angebot für hilfesuchende Wienerinnen und Wiener aus. In der Volkshochschule Penzing wurde der sechste Standort errichtet.

Direktor der Volkshochschule Penzing Sebastian Bohrn Mena, Jenny Kuhn von "Stadtmenschen", Gemeinderätin Tanja Wehsely sowie Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner stehen nebeneinander

Zum Projekt-Startschuss in Penzing am 8. April 2017 luden VHS-Direktor Sebastian Bohrn Mena, Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner, Projekt-Initiatorin Jenny Kuhn und Gemeinderätin Tanja Wehsely.

"Stadtmenschen Wien" bieten ehrenamtlich eine erste Anlauf- und Orientierungsstelle für die Probleme und Fragen der Bewohnerinnen und Bewohner. In der VHS Penzing wird erstmals eine "Stadtmenschen"-Sprechstunde am Wochenende als Service für Berufstätige angeboten. Die Sprechstunde findet jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr in der Hütteldorfer Straße 112 statt.

Persönliche Beratung

Klientinnen und Klienten können mit Fragen und Anliegen aus den Bereichen Wohnen und Wohnungsnot, Bildung, Armut und Finanzielles, Familie, Arbeit und Arbeitslosigkeit sowie Asyl und Pflege in die Sprechstunden kommen. Die "Stadtmenschen" analysieren das Problem und verweisen die Hilfesuchenden an bestehende Angebote sowie Expertinnen und Experten in Wien. Im Vorfeld bereiten die Ehrenamtlichen gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten Gespräche vor und helfen dabei, Formulare auszufüllen.

Die Idee ist, sich Zeit zu nehmen und auf einzelne Fälle auch länger eingehen zu können. Das Angebot der "Stadtmenschen" kann von allen Bewohnerinnen und Bewohnern Wiens in Anspruch genommen werden, egal welcher Herkunft.

Kostenlos und anonym

Wien hat ein vielfältiges und reichhaltiges Sozialangebot. Relevante Beratungsstellen sind jedoch oft nicht bekannt oder Betroffene sind damit überfordert, den nötigen Kontakt für ihr Problem zu finden. Daher starteten 2016 die "Stadtmenschen" ihre Sprechstunden an verschiedenen Standorten in Wien. Die Ehrenamtlichen nehmen sich für die Hilfesuchenden in ihren Sprechstunden Zeit und zeigen auf, wo die Wienerinnen und Wiener bei Fragen die nötige Unterstützung bekommen. Das Angebot ist kostenlos und kann anonym in Anspruch genommen werden.

Durch die Bezeichnung "Stadtmenschen" soll hervorgehoben werden, dass die Ehrenamtlichen aus der Stadt kommen und sich für die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen. Hinter den "Stadtmenschen" stecken derzeit 33 Ehrenamtliche zwischen 21 und 62 Jahren aus den verschiedensten Lebens- und Berufsbereichen.

Die Wiener Volkshochschulen unterstützen die "Stadtmenschen" als Kooperationspartner seit Anbeginn des Projektes, mit Räumlichkeiten für die Sprechstunden und einem speziellen Kurzlehrgang, um die Freiwilligen auf ihre Tätigkeiten vorzubereiten.

Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner:

Die Aktion "Stadtmenschen" ist eine weitere wichtige Informationsscheibe für unseren Bezirk. Ich freue mich sehr, dass es das Angebot nun auch in Penzing geben wird und wünsche allen, die an der Ausbildung teilgenommen haben, viel Erfolg und Spaß bei der neuen Tätigkeit.

Social City Wien

Initiatorin der "Stadtmenschen Wien" ist die Social City Wien. Sie hat ihr Engagement im Juni 2014 gestartet und bezeichnet sich als "Drehscheibe für gesellschaftliche Innovation". Vernetzung zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

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