Neue "Stationen der Erinnerung" in Penzing

Bei einem Gedenkakt am 30. Mai 2017 wurden zwei neue "Steine der Erinnerung" für Opfer des Holocaust enthüllt.

BVin-Stv. Robert Pschirer mit einem Angehörigen vor einem Haus

Vor den Häusern Hütteldorferstraße 117 und Kienmayergasse 37 wurden "Steine der Erinnerung" im Gedenken an die früheren Bewohnerinnen und Bewohner, die vom NS-Regime deportiert und ermordet wurden, angebracht.

In Penzing wurden im Mai 2017 zwei weitere "Stationen der Erinnerung" errichtet. Die feierliche Enthüllung der Stationen in der Kienmayergasse 37 und in der Hütteldorfer Straße 117 fand im Beisein von Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Robert Pschirer statt.


Gedenken an die Opfer

Steine der Erinnerung geben den ehemaligen Wienerinnen und Wienern wieder ihren Namen und einen Platz in ihrer früheren Heimat. Für die Angehörigen sind sie symbolische Grabsteine für ihre Lieben, die kein Grab haben. Steine der Erinnerung regen zum Nachdenken an und verändern den öffentlichen Raum. In der Hütteldorferstraße 117 möchte der Initiator aus Amerika der ermordeten jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner gedenken. In der Kienmayergasse 37 möchten die Angehörigen aus Italien ihrem Großonkel gedenken. Ludwig Grünberger wurde in Dachau ermordet. "Es ist mir sehr wichtig, zu Toleranz unter den Menschen aufzurufen und politische sowie religiöse Dogmen abzulehnen. Damit ist es den Nazis auch nicht gelungen, diese Menschen somit gänzlich verschwinden zu lassen.", erklärte Robert Pschirer.

Der Verein

Der Verein "Steine der Erinnerung" hat sich zum Ziel gesetzt, der jüdischen Opfer des Holocausts zu gedenken und die Erinnerung an das jüdische Leben und die jüdische Kultur vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten wach zu halten. Steine der Erinnerung sind im Gehsteig eingelassene Messingplatten. Sie erinnern an frühere jüdische Bewohnerinnen und Bewohner, die von den Nazis deportiert und ermordet worden sind.

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