Blocksanierungsgebiet Lienfeldergasse

  • Sanierungsoffensive bis 2022
  • 6 Baublöcke stehen im Fokus.
  • Das Gebiet liegt an der Wilhelminenstraße zwischen Seitenberggasse und Redtenbachergasse.
  • Derzeit erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme.

Um die Lienfeldergasse in Ottakring stehen 6 Baublöcke im Fokus einer Sanierungsoffensive. Bis 2022 soll der Wohnbestand verbessert und Geschäftsstraßen attraktiver werden.

Altbau wird saniert

Nordöstlich der U3 Endstelle und S-Bahn-Station Ottakring startete der wohnfonds_wien, gemeinsam mit dem Bezirk eine Offensive zur Stadterneuerung. 6 Baublöcke mit über 100 Liegenschaften wurden als Blocksanierungsgebiet ausgewählt und stehen nun im Fokus der Initiative. Das Gebiet befindet sich an der Wilhelminenstraße zwischen der Seitenberggasse im Westen und der Redtenbachergasse im Osten.

Zurzeit erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme durch ein ArchitektInnen-Team. Im Anschluss werden Maßnahmen und Vorschläge erarbeitet. Danach startet die konkrete Umsetzung der Blocksanierung, die mit einer Nachbearbeitungsphase bis 2021/22 laufen wird.

Bezirksvorsteher Franz Prokop:

Wie zuletzt im Grätzel der Roseggergasse haben wir auch in allen anderen Blocksanierungsgebieten immer begleitende Maßnahmen, Erneuerungen und Sanierungen von Straßen und Parkanlagen gesetzt beziehungsweise kleinräumige Verweilzonen errichtet.

Zielsetzungen der Blocksanierungsuntersuchung

  • Ankurbelung der Sanierungstätigkeit
  • Schaffung von zusätzlichem Wohnraum (Dachgeschoßausbau und Innenhöfe)
  • Aufzeigen von neuen Wegen für die Kombination von Wohnen mit gewerblicher Nutzung beziehungsweise Transformation in ein Gebiet mit überwiegender Wohnnutzung
  • Aufwertung des öffentlichen Raumes, insbesondere der Degengasse und der Wilhelminenstraße
  • Attraktivierung der Erdgeschoßzonen in der Wilhelminenstraße als Geschäftsstraße
  • Steigerung der Lebensqualität für alle Bewohnerinnen und Bewohner im Stadtteil

Nachhaltige Aufwertung

Das Gebiet ist geprägt von einer durchwachsenen Bebauung mit unterschiedlichen Gebäudehöhen auf kleinteiligen Parzellen. Ebenso vielfältig - von Gewerbeflächen bis Grünräumen - ist die Nutzung der Innenhöfe. Leerstehende Lokale und unattraktive Straßenräume bieten Potenzial für eine nachhaltige Aufwertung des gesamten Gebietes.

Seit 2005 wurden im 16. Bezirk bereits geförderte Sanierungen im Umfang von rund 324 Millionen Euro Gesamtbaukosten fertiggestellt. Rund 233 Millionen Euro Fördermittel (Landesdarlehen und Zuschüsse) wurden dafür zur Verfügung gestellt. Über 7.200 Wohnungen haben davon profitiert.

Liegenschaftsübergreifende Sanierung

Blocksanierung bedeutet die liegenschaftsübergreifende gemeinsame Sanierung von mehreren, selbstständigen Wohngebäuden. Das primäre Ziel ist, eine nachhaltige Entwicklung für Baublöcke sicherzustellen, städtebauliche Defizite zu beseitigen und gleichzeitig bewohnerorientierte Infrastruktur zu schaffen.

Im Rahmen eines liegenschaftsübergreifenden Entwicklungskonzeptes werden Anreize für Sanierungen geschaffen, um Impulse für stadtteilbezogene Strukturverbesserungen zu setzen. Zu diesem Zweck beauftragt der wohnfonds_wien jährlich zwei bis vier Fachteams mit der Entwicklung von Blocksanierungskonzepten, um möglichst viele Sanierungs- und Neubauprojekte im Sinne der Zielsetzungen der Stadtplanung und Stadtentwicklung zu initiieren.

AnsprechpartnerInnen

Der wohnfonds_wien beauftragt und koordiniert alle Blocksanierungsaktivitäten und betreut die einzelnen Sanierungsprojekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des wohnfonds_wien beraten Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowie ihre Verwaltungen. Blocksanierungsbeauftragt ist die Raumkunst ZT GmbH. Lokale Anlaufstelle für Fragen, Anregungen und Wünsche von Bewohnerinnen und Bewohnern, Wirtschaftstreibenden sowie interessierten Hauseigentümerinnen und -eigentümern ist die Gebietsbetreuung Stadterneuerung.

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