Zusatztafel am Josef-Weinheber-Platz mahnt an NS-Zeit

Informationstafeln weisen auf die NSDAP-Zugehörigkeit des Dichters Josef Weinheber hin.

Bezirksvorsteher Franz Prokop und Sred Josimov vor der Zusatztafel am Josef-Weinheber-Platz

Bezirksvorsteher Franz Prokop und Anrainer Sred Josimov, dessen Vater Widerstandskämpfer war, vor der Zusatztafel am Josef-Weinheber-Platz

Die Bezirksvorstehung Ottakring trägt der Kontroverse über den Schriftsteller und Nationalsozialisten Josef Weinheber Rechnung. Im Juni 2015 wurden Zusatztafeln am Josef-Weinheber-Platz angebracht, die auf die Nazi-Vergangenheit des umstrittenen Namensgebers hinweisen.

Vergangenheit aufarbeiten

Bezirksvorsteher Franz Prokop sieht die Anbringung der Zusatztafeln als wichtigen Schritt in die richtige Richtung.


Bezirksvorsteher Franz Prokop:

Für Wien und unseren Bezirk ist es wichtig, kollektive Verantwortung zu übernehmen und die Vergangenheit immer wieder aufzuarbeiten. Besonders wichtig ist es hier, zukünftige Generationen zu informieren und so "niemals zu vergessen".

Straßenname "mit Diskussionsbedarf"

Zusatztafel beim Josef-Weinheber-Platz mit Infos über den Dichter und Nazi

Zusatztafel für den Heimatdichter und NSDAP-Mitglied Josef Weinheber

Um den Schriftsteller Josef Weinheber gibt es kontroverse Diskussionen. Durch seine frühe NSDAP-Mitgliedschaft und die Verherrlichung des NS-Regimes wurde sein künstlerisches Schaffen als "Heimatdichter" in ein neues Licht gerückt. Eine Forschungsgruppe im Auftrag der Universität Wien und der Stadt Wien unterzog von 2011 bis 2013 die Benennung der Wiener Straßennamen einer wissenschaftlichen Analyse sowie einer zeithistorischen Kontextualisierung. Aufgrund der daraus gewonnenen Erkenntnisse zur historischen Einordnung von Josef Weinheber wurde der Straßenname als "Fall mit Diskussionsbedarf" eingeordnet.

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