Sophienpark - der Beginn eines neuen Areals

Die Neugestaltung des Areals ist ein innerstädtischer Erfolg für Neubau und Wien: Es entsteht ein neuer Park, ein Bildungscampus und leistbares Wohnen.

Die Grünfläche des künftigen Sophienparks mit ihrem wunderschönen alten Baumbestand bleibt erhalten und wird für alle zugänglich sein. Mit der Stadt Wien wurde vereinbart, Wohnraum im Ausmaß von rund 150 Wohnungen, davon mindestens 50 Prozent leistbar, zu schaffen. Zudem wird ein neuartiger innerstädtischer Bildungscampus mit öffentlicher Volksschule und Kindergarten errichtet. Ebenso bleibt der denkmalgeschützte "Kenyon-Pavillon" als Kennzeichen des Areals erhalten.

Im Rahmen einer BürgerInnen-Beteiligung können Bezirksbewohnerinnen und –bewohner ihre Ideen und Vorschläge zur Gestaltung des Sophienparks einbringen.

Bezirksvorsteher Markus Reiter:

Die Nachnutzung des ehemaligen Sophienspitals ist das einzige und größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt innerhalb des Gürtels und im öffentlichen Eigentum. Meine Hauptanliegen waren von Anfang an die Schaffung von leistbaren Wohnungen, Kindergärten, Schulen und grünen Flächen. Wir bekommen nun einen neuen öffentlichen Park dazu, einen öffentlichen Bildungscampus und leistbaren Wohnraum im Ausmaß von 70 bis 80 Wohnungen - ein einzigartiges Gesamtpaket. Ich bedanke mich beim KAV und bei allen beteiligten Stellen und Ressorts der Stadt Wien für diesen gemeinsamen Erfolg.

Dipl.-Ing. Stefan Krejcza, Leiter von Real Estate Management des Wiener Krankenanstaltenverbundes:

Nach 100 Jahren Spitalsbetrieb, haben wir als KAV die medizinischen Leistungen des ehemaligen Sophienspitals in das Kaiser-Franz-Josef-Spital übersiedelt, um dort die Patientinnen und Patienten optimal zu betreuen. Nun wird für die "Sophie" ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wir freuen uns, die Nachnutzung des Areals gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Neubau zu planen und dazu beizutragen, dass diese Institution für den Bezirk erhalten bleibt.

Ein neuer öffentlicher Park für Neubau

Mit dem Sophienpark entsteht im wenig begrünten Bezirk Neubau ein wichtiger Naherholungspark mit circa 4.000 Quadratmeter. Er wird damit zum drittgrößten Park Neubaus (nach dem Josef-Strauß-Park und dem Weghuberpark) und soll zukünftig von den Wiener Stadtgärten (MA 42) verwaltet werden. Hauptaugenmerk wird auf die Erhaltung der mehr als 50 vorhandenen Bäume gelegt, die teilweise denkmalgeschützt sind. Lediglich vier Bäume müssen weichen, da sie sich in einem schlechten Zustand befinden. Alle gerodeten Bäume werden an anderen Stellen nachgepflanzt.

Leistbares Wohnen

Im neuen Sophienpark werden rund 150 Mietwohnungen entstehen. Mindestens die Hälfte davon soll sozial leistbar durch gemeinnützige Bauträger geschaffen werden. Vorgesehen sind unter anderem auch SMART-Wohnungen mit Bruttomieten von 7,50 Euro/m2. Errichtet werden die Wohnungen am ehemaligen Europa-Pavillon und am Karl-Ludwig-Pavillon.


Bildungscampus: Volksschule und Kindergarten

Besonders wichtig ist dieser Teil des neuen Sophienparks: eine neue öffentliche Volksschule sowie ein städtischer Kindergarten. Realisiert wird dieser Bildungscampus im bisherigen Verwaltungsgebäude, welches entsprechend adaptiert und um einen Zusatzbau erweitert wird. Die Planung und Umsetzung erfolgt durch die Abteilung Wiener Schulen (MA 56). Untergebracht werden sollen 5 bis 7 Kindergartengruppen und 9 bis 13 Volksschulklassen.

Für Neubaus Bevölkerung werden nicht nur notwendige Schul- und Kindergartenplätze erreicht: besonders freut sich der Bezirk auch über die Zusage der Schulbehörde, den zu errichtenden Turnsaal zur Mehrfachnutzung für Sportvereine und andere Gruppen öffentlich zugänglich zu machen.

Nachhaltige Mobilitätskonzepte, Durchwegung, Sharing-Angebote

Ein wichtiger Eckpunkt ist die Durchwegung durch den ganzen Sophienpark. Zum einen soll es eine Verbindung zwischen Apollogasse und Westbahnhof beziehungsweise Europaplatz geben, zum anderen zur Kenyongasse, wo sich ein großes Schulzentrum mit 1.900 Schülerinnnen und Schülern aus ganz Wien befindet.

Geplant sind eine gute soziale Infrastruktur sowie ein nachhaltiges Mobilitätskonzept, in welchem die Stellplatzverpflichtung auf 50 Prozent reduziert und Car-Sharing-Angebote sowie Fahrrad-Sharing und Radabstellplätze ausgebaut werden sollen. Die Bereiche in der Apollogasse und der Stollgasse sollen zudem neu gestaltet werden.

Fakten

  • Grundstücksfläche: 13.337 m2
    • davon bebaut: 5.710 m2 (43 %)
    • unbebaut: 7.627 m2
  • geplante Grünfläche: circa 4.000 m2
  • Erhalt des Denkmalschutzes des Kenyon-Pavillon
  • Bestandserhaltung alter Bausubstanz (Karl-Ludwig-Pavillon, Verwaltungsgebäude)
  • Höhenentwicklung
    • In Abhängigkeit von bestehender Bebauung, Grundgrenzen und Straßenbreiten
    • Neubau: Bauklasse IV und V, einzelne Akzentuierungen bis 35 Meter denkbar, kein Hochhaus
    • Gegebenenfalls Aufstockung bestehender Gebäude

Den Masterplan entwickeln in Abstimmung mit den beteiligten Institutionen und Dienststellen das Architekturbüro Lorenz Ateliers mit Architekt Peter Lorenz und Architektin Giulia Decorti.

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