Neuer Park für Neubau: Im Juni öffnet der Sophienpark

Seit 1. Juni ist der Park am Gelände des ehemaligen Sophienspitals öffentlich zugänglich. Ab 2022 ensteht dann am Areal nahe des Westbahnhofs ein urbanes Zentrum mit 180 Wohnungen, Lokalen, Geschäften, öffentlichem Grünraum, Volksschule und Kindergarten.

Parkanlage inmitten alter Gebäude

Auf dem Gelände entstehen bis 2024 rund 180 geförderte Wohnungen, darunter 18 Wohnungen in einem Gemeindebau Neu und 80 Smart-Wohnungen. Zusätzlich werden eine Volksschule, ein Kindergarten, ein Spielplatz, ein Café, Co-Working-Spaces, ein Veranstaltungssaal und Pop-Up-Stores errichtet.

Die geschützte historische Bausubstanz wird durch zeitgemäße Neubauten in begehrter innerstädtischer Lage plus bester Öffi-Anbindung ergänzt.

Dieses Konzept steht nach Phase zwei des Bauträgerwettbewerbs fest, in der als Kooperationspartner die Sozialbau AG und die WBV-GPA ermittelt worden sind.

159 geförderte Wohnungen und 18 Gemeindebauwohnungen

"Auf dem Gelände des ehemaligen Sophienspitals zeigt sich wie unter einem Brennglas die Stärke und Innovationskraft des Wiener Wohnbau-Modells. Wir schaffen 159 ausschließlich geförderte Wohnungen mit einem sehr günstigen Eigenmittelanteil und zusätzlich 18 eigenmittelfreie Gemeindebauwohnungen", so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

Neue Grünoase für das urbane Viertel

Das Gelände wird ab Juni 2020 für alle Wienerinnen und Wiener geöffnet. Der durchquerbare Park und eine Stadtterrasse werden zur urbanen Oase für das ganze Viertel. Bis zum Baubeginn wird es eine vielfältige Zwischennutzung mit Kultur und Gastronomie geben.

"Der neue Sophienpark ist eine große Errungenschaft für alle Neubauerinnen und Neubauer, da wir damit eine große, innerstädtische Grünoase für alle zugänglich machen. Mit seinen 60 Bäumen und den wunderschönen, historischen Gebäuden des ehemaligen Spitals aus dem 19. Jahrhundert wird er im nächsten Hitzesommer ein anziehendes, kühlendes Naherholungsgebiet werden. Im Park wird außerdem nachhaltige Gastronomie angeboten", so Bezirksvorsteher Markus Reiter.

"WEST": Zwischennutzung durch Kreativszene und Gastronomie

Ein spannendes Konzept zur Zwischennutzung wird 2020 unter dem Namen "WEST" auf einem Teil des Areals umgesetzt. Der Europapavillon am Gürtel wird zur temporären Drehscheibe für die Kreativszene und soll für kreative, ökologische und urbane Projekte genutzt werden. Das WEST setzt auf Kreislaufwirtschaft im Modebereich und auf Nachhaltigkeit. Unterschiedliche Akteurinnen und Akteure können sich präsentieren und austauschen. Geplant sind Ausstellungen, Workshops, Symposien, Talks und Festivitäten für die Öffentlichkeit. Auch Gastronomie und Wohnen auf Zeit werden das WEST zu einem lebendigen Treffpunkt machen.

Klimaschonendes Vorzeigeprojekt

Das gesamte Projekt hat klimaschonenden Modellcharakter: Der Park hat eine positive Wirkung auf das Mikroklima im gesamten Nahbereich. Entlang des Gürtels soll eine zusätzliche Baumreihe geschaffen werden. Bei den Bauvorhaben werden die Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen genutzt. Zudem werden begrünte Fassaden, Balkonlauben und spezielle Dächer für mehr Versickerungs- und Verdunstungsflächen errichtet. Gegen das Aufheizen wird bewusst auf helle Oberflächen und einen außen anliegenden Sonnenschutz geachtet. Zur Energieversorgung werden Fernwärme und Geothermie genutzt.

Die Siegerprojekte des Wettbewerbsverfahrens

Im August 2019 wurde ein öffentliches, mehrstufiges Wettbewerbsverfahren für die neuen Wohnprojekte gestartet. In der 2. Stufe wurden nun die Kooperationspartner ermittelt, die in der 3. Wettbewerbsstufe bis Herbst umsetzungsreife Pläne ausarbeiten werden.

Aus drei Einreichungen wählte eine Jury das Projekt "sophie 7" der Bauträger Sozialbau AG und der WBV-GPA sowie der ArchitektInnenteams Martin Kohlbauer und Praschl Goodarzi. Die Schule und der Gemeindebau werden von Wiener Wohnen und der Abteilung Schulen (MA 56) gemeinsam mit Illiz Architektur realisiert.

Bis zum Herbst 2020 wird an diesen Projekten weitergearbeitet. Auch eine Bürgerinformation, die an einen Prozess aus dem Jahr 2018 anschließt, ist Teil dieser 3. Wettbewerbsstufe.

Verantwortlich für diese Seite:
Bezirksvorstehung Neubau
Kontaktformular