Parkraumbilanz: Neubaus Wege zur klimafreundlichen Mobilität

Auf Basis einer Parkraum-Analyse hat der 7. Bezirk ein Maßnahmenpaket geschnürt, das das geänderte Mobilitätsverhalten berücksichtigt und klimafreundliche Begrünungen ermöglicht.

  • Ausbau der "Kühlen Zonen" im öffentlichen Raum
  • Mehr Grünraum und Begegnungszonen
  • Garagenpaket mit Stellplätzen um maximal 100 Euro pro Monat
Bezirksvorsteher Markus Reiter und Romain Molitor auf einer Baustelle

Bezirksvorsteher Markus Reiter und Verkehrsplaner Romain Molitor

Neubau ist einer der am dichtesten besiedelten Bezirke mit einem der niedrigsten Grünanteile in Wien. Dieser Umstand verlangt ein modernes und umfassendes Verkehrs- und Mobilitätskonzept, das seit 2020 um einige Maßnahmen erweitert wird.

Studie: Mobilität im Wandel

Im November 2019 wurde die aktuelle Parkraumbilanz für den 7. Bezirk präsentiert. Sie wurde im Auftrag des Bezirks vom Verkehrsplanungsbüro "Komobile" ausgearbeitet und umfasst Daten von 2012 bis 2018. Die Studie ist die erste ihrer Art in Wien.

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Weniger PKW trotz wachsender Bevölkerung

Die ausgewerteten Daten zeichnen ein deutliches Bild vom geänderten Mobilitätsverhalten in den letzten Jahren:

  • Während die Neubauer Bevölkerung seit 2012 um 6,5 Prozent gewachsen ist, geht die Zahl der PKW stetig zurück: Nur mehr knapp ein Viertel aller NeubauerInnen besitzt ein eigenes Auto.
  • In einigen Straßenzügen ist bereits mehr als ein Drittel der Verkehrsteilnehmenden mit dem Rad unterwegs.
  • Laut Studie stehen in Neubau ungefähr 15.000 Parkplätze im öffentlichen Raum und in Garagen zur Verfügung. Das sind rund 50 Prozent mehr als es der aktuelle PKW-Bestand erfordert.

Der Bezirk reagiert auf diese Entwicklung und leistet Pionierarbeit. "Es geht um einen neuen Zugang zur klimafreundlichen Mobilität. Egal ob auf dem Fahrrad, mit den Öffis oder zu Fuß", so Bezirksvorsteher Markus Reiter.

Verbesserung von Mobilität und Klima

Im 7. Bezirk werden in den kommenden Jahren große städtebauliche Projekte umgesetzt, die maßgeblich zu einer Verbesserung von Mobilität und Klima beitragen sowie zu Veränderungen im Parkraum führen. Neben dem U-Bahn-Bau wird Neubau Stück für Stück zu einer sogenannten kühlen Zone. "Mit der 'Kühlen Zone Neubau' schaffen wir begrünten Lebens- statt Verkehrsraum. Um bezirksfremden Verkehr zu reduzieren, arbeiten wir stetig daran, den öffentlichen Verkehr noch weiter zu attraktiveren. Der 13A wird durch die neue Begegnungszone Neubaugasse noch attraktiver, die neue U-Bahn ermöglicht umfassendere Mobilität", so Reiter: "Das ist gut für unser Klima und die Lebensqualität am Neubau insgesamt."

Garagenpaket

Im Zuge der Vorarbeiten für die neue U-Bahn sind Parkmöglichkeiten weggefallen. Als Übergangslösung wurde in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer ein Garagenpaket ausgearbeitet. Das 1. Paket war von Jänner 2020 bis April 2021 gültig. Ein eigener Garagenplatz kostete maximal 100 Euro pro Monat. Derzeit wird die Parkplatzsituation evaluiert.

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