Umgestaltung der Bernardgasse - 2. Beteiligungsphase

Nach der regen Teilnahme an der 1. Beteiligungsphase liegt nun der Zwischenentwurf zur Umgestaltung vor: Die Bernardgasse soll verkehrsberuhigt werden und es soll mehr Grünraum sowie Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Von 22. Juni bis 10. Juli 2022 konnten wieder die Anrainer*innen ihre Rückmeldungen zum Gestaltungskonzept einbringen.

Comic-Zeichnung einer Straßenszene mit Menschen und Bäumen

Die Rückmeldungen und Wünsche aus der 1. Phase der Bürger*innen-Beteiligung zur Umgestaltung der Bernardgasse zeigten ein eindeutiges Bild: Die Bernardgasse soll zu einer verkehrsberuhigten, begrünten Wohnstraße mit attraktiven Grätzl-Plätzen umgestaltet werden.

Ergebnisbericht - Umgestaltung der Bernardgasse - 1. Beteiligungsphase: 3,4 MB PDF

Zwischenentwurf orientiert sich an den Ergebnissen der Beteiligung

In der 2. Phase von 22. Juni bis 10. Juli 2022 konnten die Anrainer*innen ihr Feedback zum ausgearbeiteten Zwischenentwurf abgeben.

Die wichtigsten Gestaltungsmerkmale des Entwurfs definieren sich durch den Wunsch nach Verkehrsberuhigung, fairerer Verteilung der Flächen sowie nach mehr Begrünung. Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die Gasse wird als Wohnstraße mit mehr Bewegungsraum für Bewohner*innen, Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und spielende Kinder gestaltet.
  • Die Kreuzungsbereiche sind als Begegnungsorte für das Grätzl-Leben gestaltet.
  • In der Gasse soll zwischen Gehsteig und Fahrbahn jeweils ein "Band" geführt werden, das modular mit Begrünung, Aufenthaltselementen und anderen Funktionen gestaltet werden kann. Baumpflanzungen sind aufgrund der unterirdischen Einbautensituation nur im Süden (ungerade Hausnummern) möglich.
  • Durch die wechselseitige Anordnung der Module wird die Fahrbahn in sanften "Schlangenlinien" geführt und dadurch verkehrsberuhigt.
  • Die Oberflächengestaltung der neuen Bernardgasse nimmt Rücksicht auf die vorherrschende Charakteristik der Biedermeiergebäude. Natursteine in unterschiedlichen Formaten verbinden die historischen Fassaden miteinander. Zusätzliche Pflanzflächen und sickerfähige Pflasterbereiche werden das Gassenbild auflockern und entsiegeln.
  • Haltezonen für Ladetätigkeiten und Behindertenparkplätze sowie die Flächen der bestehenden Schanigärten werden in die Gestaltung integriert.
  • Das Radfahren gegen die Einbahn wird ermöglicht.
  • Die Verkehrsführung zwischen Kaiserstraße und Lerchenfelder Gürtel wird neu organisiert: Die Verbindung zum Gürtel wird für den Autoverkehr gesperrt – der Abschnitt zwischen Gürtel und Wimbergergasse wird so gänzlich autofrei und zu einer neuen grünen Aufenthaltsoase. Für Fußgänger*innen ist eine neue ampelgeregelte Überquerung über den Gürtel direkt von der Bernardgasse zu Hundezone und U-Bahn vorgesehen.

Neben den Wünschen und Bedürfnissen, die aus der 1. Beteiligungsphase hervorgegangen sind, orientiert sich der Zwischenentwurf der Stadt Wien an den technischen Voraussetzungen zur Straßenplanung und den unterirdischen Leitungssystemen. Weiters spielen die Zielvorgaben der Wiener Stadtregierung und deren Strategien und Umsetzungsprogramme (etwa Smart City Rahmenstrategie und STEP 2035) sowie die Zielvorgaben des Bezirks Neubau (vor allem Masterplan Fußverkehr und Masterplan Grün) eine besonders wichtige Rolle.

Zwischenentwurf als Download

Plan ansehen (12 MB PDF)


Weiterer Zeitplan

Im Rahmen der 2. Beteiligungsphase konnten Anrainer*innen rückmelden, welche Funktionsmodule (etwa Sitzen, Spielen, Wasser, Grünflächen) besonders gebraucht und gewünscht sind und wo diese bestmöglich in der Bernardgasse platziert werden sollen.

Die Bezirksvorstehung Neubau dankt für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen und die zahlreichen Rückmeldungen zur Umgestaltung der Bernardgasse. Die Rückmeldungen werden nun ausgewertet und in weiterer Folge in Form eines Berichtes präsentiert.

Ziel ist es, 2023 mit den Umgestaltungsarbeiten zu starten.

Energiewende in der Bernardgasse – Raus aus dem Gas

Derzeit arbeitet die Fernwärme Wien mit Hochdruck daran, eine Versorgungsleitung für die Häuser der Bernardgasse noch vor dem geplanten Umbau zu errichten. Eine erste Prüfung ergab, dass dies technisch machbar wäre. Warum vor dem Umbau? Nach der Fertigstellung wird es eine mehrjährige Aufgrabungssperre geben.

Wer sich dazu informieren möchte, kann sich per E-Mail an post@bv07.wien.gv.at für den "Newsletter Bernardgasse" anmelden. Bitte geben Sie im Betreff "Newsletter Bernardgasse" an.

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