Kunstwerk "Wiener Bankett der Menschenrechte und ihre HüterInnen"

Am 14. Juni 2018 wurde am Platz der Menschenrechte das Kunstwerk "Wiener Bankett der Menschenrechte und ihre HüterInnen" von Françoise Schein eröffnet. Die Initiative zu einem Kunstwerk, das die Menschenrechte übersetzt und kommuniziert, ging 2016 vom Bezirk Neubau und der Kunst im öffentlichen Raum GmbH aus.

Blick auf den "Platz der Menschenrechte"

Mit der Namensgebung für den Platz der Menschenrechte ist es gelungen, den universellen Menschenrechten in Wien symbolisch einen zentralen, hoch frequentierten Ort zu widmen.

Menschenrechte als Kunstwerk

In Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum GmbH richtete der Bezirk einen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Platzes aus. Im Rahmen des Wettbewerbs entschied sich die Jury, das Projekt von Françoise Schein mit folgender Begründung als Wettbewerbssieger zu küren: Der Entwurf wird von der Jury geschätzt durch seine komplexe Idee, die Menschenrechte in ein Werk zu übersetzen, welches sowohl hohe künstlerische Qualität aufweist, als auch eine Möglichkeit zur Partizipation und Kommunikation schafft, welche nicht nur vom Bezirk, sondern auch zur Weiterbildung einer weiteren Generation der Stadt genutzt werden kann. Auch wird positiv hervorgehoben, dass ein Bezug zu den anderen Menschenrechtsstädten hergestellt wird.

Bezirksvorsteher Markus Reiter:

Der Platz der Menschenrechte ist mit seiner symbolischen Bedeutung und seiner Sichtbarkeit dafür prädestiniert, der Thematisierung von Grundrechten zu dienen. Die Menschenrechte in den öffentlichen Raum einzuschreiben, stand auch stets als Grundantrieb hinter der Platzbenennung. Die künstlerische Gestaltung des Platzes der Künstlerin Françoise Schein transportiert diese Rechte ideal, regt zu einer Auseinandersetzung damit an und schafft einen Ort der Kommunikation und des Austausches.

Vorgeschichte zum Kunstwerk am Platz der Menschenrechte

Im öffentlichen Raum der Stadt Wien wurde im Dezember 2014 das erste offizielle Zeichen gesetzt und der Bereich am Beginn der Mariahilfer Straße vor dem Museumsquartier in Platz der Menschenrechte benannt.

Gruppenbild mit BV Markus Reiter

Der Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung am Platz der Menschenrechte wurde von Kunst im öffentlichen Raum GmbH in Kooperation mit der Bezirksvorstehung Neubau im vergangenen Jahr ausgelobt. Der Wunsch nach einem Kunstwerk wurde bereits bei der Einweihung des Platzes im Dezember 2014 thematisiert.

Insgesamt fünf Bewerberinnen und Bewerber präsentierten ihre Projekte einer Jury, bestehend aus dem damaligen Bezirksvorsteher von Neubau Thomas Blimlinger sowie einigen Künstlern, Künstlerinnen, Kuratoren und Kuratorinnen. Scheins Entwurf wurde vor allem aufgrund seiner Möglichkeiten zur Kommunikation bei dem Tisch ausgewählt, heißt es seitens der Jury.

Jurymitglieder

  • Shams Asadi, Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien
  • Thomas Blimlinger, ehemaliger Bezirksvorsteher 7. Wiener Gemeindebezirk
  • Brigitte Felderer, Kuratorin, Kulturwissenschaftlerin, und Lehrbeauftragte der Universität für angewandte Kunst Wien
  • Thorsten Goldberg, Künstler
  • Martin Krenn, Künstler
  • Cornelia Offergeld, Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin
  • Ursula Schwarz, Magistrat der Stadt Wien, MA 7 - Kulturelles Erbe - Altstadterhaltung und Denkmalpflege
  • Technische Vorprüfung: Monika Trimmel, Werkraum Ingenieure ZT GmbH

Wettbewerbssiegerin

Die Künstlerin Françoise Schein konnte mit ihrem Projekt die Jury überzeugen. Der Entwurf der belgischen Architektin zeigt einen rund zehn Meter langen Tisch, dessen Platte mit weißen Fliesen verkleidet wird. Darauf sollen Teller gemalt werden, die die Artikel der Menschenrechte auf Deutsch und Englisch zitieren. Zwischen den Tellern soll eine Zeichnung der Donau entstehen, daneben Zitate von bekannten Philosophen wie Hannah Arendt oder Jean-Jacques Rousseau. Auf den Boden wird außerdem ein großes Fragezeichen gemalt.

Schein hat sich bereits in der Vergangenheit dem Thema Menschenrechte gewidmet: Für ein Kunstprojekt hat sie im Rhododendron-Park in Bremen etwa den vollständigen Text der Menschenrechte auf Bronzetafeln installiert. Françoise Schein ist als "Künstlerin der Menschenrechte" bekannt.

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