Gert-Jonke-Gedenkstein: offizielle Enthüllung

Blau beleuchteter Gedenkstein für Gert Jonke

Dem am 4. Jänner 2009 verstorbenen Poeten wurde in der Stuckgasse mehr als nur ein Denkmal gesetzt.

Am Montag, dem 18. Oktober 2010, wurde in der Stuckgasse 8 ein Gedenkstein in Erinnerung an Gert Jonke angebracht. Dort befindet sich das ehemalige "Arbeitshaus" des österreichischen Lyrikers, Dramatikers, Erzählers und Hörspielautors.

Die Tafel wurde von Bezirksvorsteher Mag. Thomas Blimlinger, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Madeleine Reiser und der Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer feierlich enthüllt.


Denkmal sichtbar machen

Die Beteiligten Künstlerinnen und Künstler wollen mit ihrer Feier und dem Gedenkstein mehr als nur ein Denkmal schaffen. Denn nach Robert Musil gibt es nichts "derart Unsichtbares" als ein Denkmal.

Gegen diese Unsichtbarmachung arbeiten die Künstlerinnen und Künstler: Mit der Veranstaltung soll ein Ort, ein Raum manifestiert werden, an dem man auch in Zukunft zu neuen und assoziativen künstlerischen Ergebnissen und Reaktionen, Reflexionen kommt. Dies soll im immer wieder neuen Aufgreifen von Jonkes künstlerischem Universum und im Experimentieren mit Jonkes poetischem Kosmos passieren.

Mit dem Gedenkstein soll ein Denkmal entstehen, das sich ständig wandelt und verändert. Es soll immer wieder neue Wahrnehmungen erzeugen, die Ästhetik der Kunst einbinden und mit der Natur verbinden sowie Menschen zu neuen Dialogen bringen. Das Denkmal steht gegen das Vergängliche, das Endgültige, das "Finalisierende".

Sein Leben und seine Kunst

Gert Jonkes Leben und seine Kunst sind ein immerwährendes Forschen und Finden, ein sich selbst und sein Schaffen immer wieder In-Frage-Stellen und Neu-Erfinden. Seine Literatur steht für Bewegung und Lebendigkeit, das Auflösen der Grenzen von Zeit und Raum sowie immer wieder die Aufhebung der Schwerkraft.

Standort des Gedenksteins

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