Namensgebungsfest für den neuen Ceija-Stojka-Platz

Der Platz vor der Altlerchenfelder Kirche trägt seit dem 12. September 2014 den Namen der Künstlerin Ceija Stojka.

Namenstafel Ceija-Stojka-Platz

Die Namenstafel des Ceija-Stojka-Platzes.

Am Freitag, dem 12. September 2014, lud Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger zum großen Namensgebungsfest des neuen Ceija-Stojka-Platzes. Der Altlerchenfelder Kirchenplatz wurde 2013 umgestaltet, seit Oktober 2013 ist die Neugestaltung inklusive Wasserspiel beendet. Im Beisein des Bezirksvorstehers von Neubau, Thomas Blimlinger, der Familie Stojka und zahlreichen Gästen wurde der neue Ceija-Stojka-Platz von Pfarrer Eugen Schindler der Pfarre Altlerchenfeld eingeweiht und gesegnet.

Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger und Hojda Stojka vor der Namenstafel auf dem Ceija-Stojka-Platz.

Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger und Hojda Stojka vor der Namenstafel auf dem Ceija-Stojka-Platz kurz nach der feierlichen Enthüllung

Neben den Ansprachen und der Enthüllung der Namenstafel gab es ein Rahmenprogramm, das von dem Büro der Lebendigen Lerchenfelder Straße organisiert wurde: Nuna Stojka las aus Texten von Ceija Stojka, Hojda Stojka & Freunde begleitete mit seiner Musikgruppe Amenza Ketane den Abend musikalisch. Kinder konnten unter dem Motto "Was lebst du...?" Masken gestalten und sich anschließend vor einem Plakat nach Ceija Stojkas Werk "Natur ist mein Leben" fotografieren lassen.

Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger:

Ceija Stojka war eine herausragende Künstlerin und eine besonders beeindruckende Persönlichkeit. Wir sind stolz und glücklich, Ceija Stojka mit diesem neuen und großen Platz in Neubau ehren zu können!

Biografie Ceija Stojka

Ceija Stojka kam 1933 als Kind von fahrenden Rom-Lowara aus dem Burgenland in der Steiermark zur Welt. In der Zeit von 1941 bis 1945 war Stojka in den Konzentrationslagern Auschwitz, Ravensbrück und Bergen-Belsen interniert, die sie mit ihrer Mutter und vier Geschwistern als einzige Mitglieder einer 200 Personen zählenden Großfamilie überlebte. Ihre furchtbaren Erlebnisse verarbeitete sie in zahlreichen Büchern, aber auch in ihren Bildern. Die Sängerin, Autorin und Malerin arbeitete jahrzehntelang dafür, die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma im Nationalsozialismus zu thematisieren und das ihnen widerfahrene Unrecht sichtbar zu machen.

Nach dem Krieg lebte und arbeitete Ceija Stojka in Neubau. Als tiefgläubige Katholikin besuchte sie die Altlerchenfelder Kirche regelmäßig.

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