60 Jahre Margaretner Hochhaus

Das Margaretner Wohnhochhaus im Theodor-Körner-Hof feierte am 10. Mai 2017 seinen 60. Geburtstag mit einem Fest und dem 1. Hochhauslauf.

Siegerehrung des Hochhauslaufs

Stadträtin Sandra Frauenberger und Stadtrat Dr. Michael Ludwig gratulierten mit Bezirksvorsteherin Mag.a Susanne Schaefer-Wiery den siegreichen Läuferinnen und Läufern.

Symbolisch für den Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von 1954 bis 1957 das erste Wiener städtische Wohnhochhaus errichtet. Mit 20 Stockwerken, damals 108 Wohnungen, 15 Geschäftslokalen, einer Terrasse und einem Tanzcafé sollte es das Zentrum der Margaretner Wohnhausanlage Theodor-Körner-Hof bilden. Badezimmer, Zentralheizung, Lastenaufzug und Müllschächte machten aus dem Haus etwas ganz Besonderes.

1. Margaretner Hochhauslauf

Am 10. Mai 2017 wurde das 60-jährige Jubiläum des Margaretner Hochhauses gefeiert. Höhepunkt der Feierlichkeiten des Margaretner "Wolkenkratzers" war der 1. Matzleinsdorfer Hochhauslauf. Für alle Teilnehmenden galt es, 342 Stufen in möglichst kurzer Zeit zu erklimmen. Die Teilnahme war kostenlos, 44 hochambitionierte Läuferinnen und Läufer sowie auch zahlreiche Kinder und Jugendliche nahmen am Wettbewerb teil.

Mit ihren sportlichen Leistungen stellten die Läuferinnen und Läufer manche Liftanlage in den Schatten. Norbert Lechner legte als Schnellster bei den Herren die Strecke in unglaublichen 75,80 Sekunden zurück, schnellste Dame war Veronika Windisch in der beeindruckenden Zeit von 85,80 Sekunden. Einfacher nach oben geht es natürlich mit den zwei Liftanlagen, die bei der Eröffnung der Wohnhausanlage 1957 eine kleine Sensation waren.

Neben dem Hochhauslauf rundete ein buntes Programm die Feierlichkeiten ab. Für die kleinen Besucherinnen und Besucher wurde Spiel und Spaß geboten, dazu gab es Live-Musik und Literaturlesungen.

Prominente Bewohnerinnen und Bewohner

Margaretner Hochhaus

Das Margaretner Hochhaus Leopold-Rister-Gasse 5 feierte heuer seinen 60. Geburtstag.

Im Matzleinsdorfer Wohnhochhaus zu wohnen, war in den 1950er-Jahren etwas ganz Außergewöhnliches, schließlich war es damals nicht nur das höchste Wohnhaus der Stadt. Das Gebäude hatte bedeutende Persönlichkeiten als Mieterinnen und Mieter: Bundesminister Erwin Lanc, Krone-Herausgeber Hans Dichand oder der spätere Wiener Bürgermeister Dr. Helmut Zilk sowie die spätere Wiener Stadträtin Friederike Seidl zählten dazu.

Das Gebäude verfügt heute über eine Nutzfläche von 7.440 Quadratmeter auf einer annähernd rechteckigen Grundfläche von 557,47 Quadratmeter. Heute finden sich dort 104 Wohnungen und 15 Geschäftslokale, verteilt auf ein Erdgeschoß, 18 Stockwerke und ein Dachgeschoß mit teilweise umlaufender Terrasse.

Bis 2011 umfangreich saniert

Die nordöstlich gelegene Hauptfassade zeigt einen hell gehaltenen Mittelrisalit. Das Gebäude ist an seiner südwestlichen Seite etwas breiter und wiederholt hier die Gestaltung der Hauptfassade. Glasbausteine, Mosaikfliesen und Terrazzoböden prägen das Innere. Die unterschiedlichen Muster der Mosaike und Terrazzobeläge verleihen jedem Stockwerk ein individuelles Aussehen. Einfache Glastüren trennen die Stiegenhäuser von den Stockwerksplattformen und schaffen einen Vorraum zu Wohnungen und Liftanlagen. Durch eine Glasbausteinfront fällt Licht ins Stiegenhaus.

Im Jahr 2011 wurden die letzten Sanierungsmaßnahmen fertiggestellt. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Erneuerung der Fenster und Türen. Die Fassade wurde mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Dadurch konnten die Heizkosten für die Mieterinnen und Mieter, aber auch die Kohlendioxid-Belastung für die Umwelt gesenkt werden. Außerdem wurde die Wohnhausanlage an das Wiener Fernwärmenetz angeschlossen. Zudem wurden Maßnahmen umgesetzt, die einen barrierefreien Zugang ermöglichen.

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