Ergebnisse der BürgerInnen-Beteiligung Rüdigergasse

Bei der BürgerInnen-Beteiligung wurden Wünsche nach mehr Grün, nachbarschaftlichem Austausch und Verkehrsberuhigung geäußert.

Straßenzug mit Autos

Im Herbst 2020 wurden die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens zur Umgestaltung der Rüdigergasse veröffentlicht. Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Ideen per E-Mail, Post oder auf persönlichem Wege vorbringen. Zudem fand eine Dialog-Veranstaltung im Willi-Frank-Park am 23. September statt.

Mehr Grün, Miteinander und Verkehrsberuhigung

Die Auswertung zeigt, dass die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner die 3 Themenkomplexe "Begrünung und Kühlung", "Miteinander und Soziales" sowie "Verkehr und Mobilität" betreffen.

Begrünung und Kühlung

Eine Vielzahl der Bürgerinnen und Bürger äußert einen Wunsch nach mehr Bäumen, Begrünung, Beschattung und Kühlung. Im Gastgarten-Bereich erhoffen sich einige Bewohnerinnen und Bewohner durch Bäume eine Lärmreduktion.

Zudem wird mehrfach eine Integration des Willi-Frank-Parks in die Planung gewünscht. Das könne etwa in Form eines Vorplatzes geschehen. Die Fassadenbegrünung hat neben dem Anbringen von Pflanzentrögen beziehungsweise Beeten entlang der Hausmauern eine breite Zustimmung. Einige Bürgerinnen und Bürger sind jedoch aufgrund des Pflegebedarfs und der Finanzierung skeptisch. Einige Hausgemeinschaften signalisierten bereits das Interesse an einer Fassadenbegrünung.

Miteinander und Soziales

Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich nachbarschaftlichen Austausch und ein Miteinander im öffentlichen Raum. Die Ideen reichen von Sitzmöglichkeiten über Gemeinschaftsbeete und konsumfrei nutzbare Zonen bis hin zu Bodenmarkierungen und Spielmöglichkeiten. Manche Bewohnerinnen und Bewohner sind gegenüber neuen Sitzmöglichkeiten aufgrund möglicher Ruhestörungen und Anreizen zum nächtlichen Verweilen jedoch skeptisch.

Für eine Verkehrsberuhigung sehen die BewohnerInnen die Kommunikation zwischen AutofahrerInnen, RadfahrerInnen, AnrainerInnen sowie Polizei als wichtig. Der intensiv diskutierter Gastgarten, der vor dem Café Rüdiger entstehen soll, ist für viele eine Aufwertung der Gasse. Andere sprechen sich aufgrund befürchteter Lärmbelästigung und Unsicherheitsgefühlen dagegen aus. Zudem werden eine verbesserte Beleuchtung, mehr Mistkübel und ein Öklo im Willi-Frank-Park gewünscht.

Verkehr und Mobilität

Während sich viele Bewohnerinnen und Bewohner eine Begegnungszone oder Wohnstraße sowie eine Verkehrsberuhigung wünschen, sehen manche den dadurch entstehenden Parkplatzverlust skeptisch, da sie auf das Auto angewiesen sind. Es wurde diskutiert, im Bereich des breiteren Straßenabschnitts Rüdigergasse 4-8 begrenzt nutzbare Parkplätze zu schaffen. So könnte temporär mehr Platz für soziale Interaktion geschaffen werden.

Konkret gab es Vorschläge zu breiteren Gehsteigen, zur Angleichung des Straßen- und Gehsteigniveaus, zu E-Ladestationen, zur Umkehrung der Einbahn im Nordteil der Rüdigergasse für einen verbesserten Verkehrsfluss sowie zu einer verschwenkten Straßenführung zur Temporeduktion. Zudem werden Radfahren gegen die Einbahn beziehungsweise in beide Fahrtrichtungen, einen besseren Anschluss an das Radverkehrsnetz sowie mehr Fahrrad-Abstellplätze gewünscht.

So geht es weiter

In Abstimmung mit den Abteilungen Architektur und Stadtgestaltung (MA 19), Straßen Wien (MA 28), Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) sowie der Bezirksvorstehung Margareten erarbeitete die Firma PlanSinn, die das Beteiligungsverfahren begleitet hat, ein Konzept zur Umgestaltung der Rüdigergasse. Die Abteilung Straßen Wien wurde nun mit der Planung beauftragt. Eine Umsetzung der Neugestaltung ist für 2021 vorgesehen.

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