Spatenstich für "magdas Küche"

Bis Herbst 2018 errichtet die Caritas im 23. Bezirk eine Großküche, die täglich rund 2.000 Portionen für soziale Einrichtungen zubereitet und Jobs für Langzeitarbeitslose und Menschen mit Fluchthintergrund und Menschen mit Behinderungen bietet. Beim Bauprojekt werden vorwiegend Recycling-Materialien verwendet.

Associate Partner bei ATP Heinz Lindner, magdas Geschäftsführer Michael Kleinbichler, Rebecca Girolla von der Firma Böhm sowie Bezirksvorsteher Gerald Bischof beim Spatenstich von magdas Küche.

Heinz Lindner, Michael Kleinbichler, Rebecca Girolla sowie Bezirksvorsteher Gerald Bischof beim Spatenstich von magdas Küche

"magdas social business", eine Tochter der Caritas der Erzdiözese Wien, startet ein neues Großprojekt: In der Siebenhirtenstraße 12 entsteht ein neues Gebäude, das von der Fassade bis zur Kantinengestaltung mit Recycling-Materialien errichtet wird. "Ziel der neuen magdas Küche ist es, Arbeitsplätze für Menschen mit geringen Jobchancen zu schaffen und einen modernen Arbeitsraum für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kreieren", erklärt magdas-Geschäftsführer Michael Kleinbichler.


Nachhaltig bauen, sozial kochen

In "magdas Küche" werden etwa ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ehemals langzeitarbeitslose Menschen, Menschen mit Fluchthintergrund sowie Menschen mit Behinderungen sein. Insgesamt werden in magdas Küche 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein und hier täglich mehr als 2.000 Portionen für SeniorInnenhäuser, Kindergärten und Schulen kochen.

Die Fassade der Großküche besteht zu 100 Prozent aus wiederverwerteten Kunststoffpaneelen. In der Innenraumgestaltung finden Bauelemente aus Abbruchprojekten eine neue Verwendung. Sie konnten in enger Zusammenarbeit mit den "MaterialNomaden" rückgeführt und aufgewertet werden. So wird etwa der Parkettboden aus einem ehemaligen SeniorInnenhaus der Caritas wiederverwendet. Die auffällig gestaltete Paneelenwand in der Kantine war schon einmal eine Deckenverkleidung in einem früheren OMV-Bürogebäude. Aber auch Einrichtungsgegenstände haben ein Vorleben und werden mit Liebe zum Detail aufgewertet und in den Büroräumen wiederverwendet.

Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit

Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit bestimmt auch das Energiekonzept, das vorhandene Ressourcen und Energiequellen nutzt. So wird die Abwärme der Kältetechnik zurück ins System gespeist und heizt im Winter die Büroräume. Eine Photovoltaikanlage am Dach trägt zur Stromgewinnung bei. Außerdem entsteht rund um das Haus ein Obstgarten. Blumen und Sträucher sorgen dafür, dass Regenwasser gut versickern kann. Auf der Terrasse wird ein Gemeinschaftsgarten mit Hochbeeten angelegt, wo im Sommer alles von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Besucherinnen und Besuchern selbst geerntet werden kann.

Zertifizierungen

Nach gewonnenem Wettbewerb wurde "magdas Küche" von ATP architekten ingenieure Wien in Zusammenarbeit mit der Forschungsgesellschaft für Nachhaltiges Bauen "ATP sustain" integral geplant. "magdas Küche" entspricht den aktuellsten Qualitätskriterien für Gewerbebauten gemäß ÖGNB. Sie wurde nach dem Bewertungsverfahren TQB zertifiziert, mit speziellem Augenmerk auf ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Aspekte. "Unser erstes Industrieprojekt ohne Schornstein mit maximal möglicher Energierückgewinnung aus Abwärme", so Heinz Lindner von ATP.

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