Demenzfreundlicher 23. Bezirk - Vernetzungstreffen

Am 12. September 2017 findet ein Treffen für Betroffene, Angehörige und Interessierte statt, um das Thema Demenz zu enttabuisieren sowie den Umgang mit erkrankten Menschen zu verbessern.

Hand einer Pflegerin und einer Seniorin

Menschen mit Demenz sollen besser ins Alltagsleben integriert werden.

Hinter dem Netzwerk "Demenzfreundlicher 23. Bezirk" steht die Idee, Menschen mit Demenz mitten in der Gesellschaft ins Alltagsleben zu integrieren und ihnen ihren Platz zu geben. Im Rahmen des Projektes und in Kooperation mit Alzheimer Austria können sich Betroffene, Angehörige und Interessierte bei einem zwanglosen Heurigenbesuch austauschen. Gemeinsam wird ein netter Nachmittag verbracht, dem weitere folgen könnten.


Veranstaltungsdetails

Bereichsübergreifendes Netzwerk

Auf Initiative der Caritas Socialis und Einladung des Bezirksvorstehers wurde 2015 das Netzwerk "Demenzfreundlicher 23. Bezirk" gestartet. Es soll gelingen, bereichsübergreifend ein tragfähiges Netz aus mobilen und stationären Pflegeanbietern, FSW, Bezirkspolitikerinnen und Bezirkspolitikern, Alzheimer Austria, der Bücherei, VHS, Apotheken, Pensionistenklubs, Polizei, Fahrtendiensten, Sportvereinen, Tanzschulen, Pfarren, Einzelhandel und bereits bestehenden Netzwerken zu knüpfen. Durch Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung soll statt Defizitorientierung eine positive Sicht auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz erreicht werden.

Richtigen Umgang mit Demenz erlernen

Unter Demenzerkrankungen leiden zunehmend mehr Menschen. Die Erkrankung bedeutet nicht nur für die Betroffenen Veränderungen in ihren Lebensgewohnheiten, sondern stellt auch das soziale Umfeld vor neue Herausforderungen. Dementen Menschen richtig zu begegnen, ist nicht nur im familiären Bereich und in der professionellen Betreuung gefragt. Der Umgang mit Demenzerkrankten spielt auch in Alltagssituationen, etwa beim Einkauf in der Apotheke oder im Supermarkt, eine wichtige Rolle.

Best Practice-Beispiel Berlin

Auch in anderen Großstädten ist die Vernetzung in der Demenzbetreuung ein zentrales Thema. In Berlin setzt sich Markus Rohner seit vielen Jahren in einem Vorzeigeprojekt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf für eine "demenzfreundliche Kommune" ein. In einem Vortrag berichtete Rohner über seine Erfahrungen aus der Praxis und betonte den Stellenwert der Vernetzung von öffentlichen Institutionen und privaten Initiativen, um Demenzkranken die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Mehr Engagement und Bewusstseinsbildung

Neben dem Erfahrungsaustausch von professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fördern Vernetzungstreffen wichtige Erkenntnisse zutage: Damit sich die Menschen trotz Erkrankung wohlfühlen und an der Gesellschaft teilhaben können, bedarf es konkreter Hilfestellung, verstärkter Bewusstseinsbildung und mehr gesellschaftlichen Engagements.

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