Schulstraße in der Vereinsgasse als Vorbild für ganz Wien

In einem Pilotprojekt bei der VS Vereinsgasse wurde getestet, ob ein temporäres Fahrverbot vor Unterrichtsbeginn die Verkehrssicherheit der Schulkinder erhöht. Nach den positiven Ergebnissen wird das Erfolgsmodell auch von anderen Schulen übernommen.

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger, die FußgängerInnen-Beauftragte Petra Jens mit einem Polizisten und drei Schulkindern vor der Volksschule Vereinsgasse

BVin Uschi Lichtenegger, die FußgängerInnen-Beauftragte Petra Jens mit einem Polizisten und drei Schulkindern vor der Schule

Am Beginn eines Schultages herrscht vor den Schulen reger Verkehr. Eltern, die ihre Kinder direkt vor das Schulgebäude bringen wollen, blockieren den Verkehr in der Umgebung. Damit gefährden Eltern-Taxis die Sicherheit anderer Kinder, die auf dem Weg zur Schule sind.

Fahrverbot von 7.45 bis 8.15 Uhr

Im September 2018 startete daher das Pilotprojekt Schulstraße vor der Ganztagsvolksschule Vereinsgasse im Volkertviertel. In der Gabelsbergergasse und in der Vereinsgasse zwischen Lessinggasse und Am Tabor gilt seither an Schultagen von 7.45 bis 8.15 Uhr ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge.

Weniger Verkehrsaufkommen, mehr Sicherheit

Kinder, Eltern und die Schulleitung, aber auch die Anrainerinnen und Anrainer reagierten sehr positiv auf diese Verkehrsberuhigung zur Stoßzeit. Die Auswertung durch Verkehrsfachleute zeigte, dass das Verkehrsaufkommen rund um die Schule zurückging. Es gab weniger Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule brachten. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen wurde die Schulstraße rund um die Volksschule Vereinsgasse dauerhaft eingerichtet.

Weitere Schulstraßen folgen

Durch den Erfolg des Pilotprojekts planen nun zahlreiche Schulen der Stadt ebenfalls, eine Schulstraße einzuführen. Auch in der Leopoldstadt wollen weitere Schulen eine derartige Lösung. Wenn sich Schule, Elternverein und Bezirk dafür aussprechen, prüft die Stadt die Möglichkeiten einer Umsetzung.

Internationale Vorbildwirkung

Das Modell einer verkehrsberuhigten Schulstraße fand sogar internationale Beachtung. Auch Montreal und Krakau wollen dem Beispiel folgen.

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