Platz nach Anitta Müller-Cohen benannt

Am 25. September 2019 wurde der neue Platz zwischen Praterstern, Lassallestraße und Haus der Wiener Wirtschaft nach Anitta Müller-Cohen, einer sozial engagierten Frau mit eindrucksvoller Lebensgeschichte, benannt.

Straßenschild mit der Aufschrift Müller-Cohen-Platz

Die Namensgeberin war eine prominente Sozialarbeiterin, Feministin und Politikerin des frühen 20. Jahrhunderts. Sie war in der Kriegsfürsorge für die in großer Zahl am Nordbahnhof ankommenden galizischen und bukowinischen Jüdinnen und Juden tätig. Ab 1914 baute sie eine der größten privaten Hilfsorganisationen Wiens auf. 1918 wurde Anitta Müller-Cohen als eine der ersten Frauen in den Wiener Gemeinderat berufen und hatte Leitungsfunktionen in internationalen jüdischen Hilfs- und Frauenorganisationen inne. Die überzeugte Zionistin lebte ab 1934 in Palästina/Israel, wo sie sich unter anderem für Eingewanderte und Flüchtlinge aus Österreich einsetzte.

Feier und Hommage

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger spricht vor einer Gruppe von Menschen

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger und zahlreiche Festgäste bei der Platzbenennung

Am 25. September 2019 wurden bei einem Festakt die Straßenschilder für den Müller-Cohen-Platz enthüllt.

Anschließend fand im benachbarten Jüdischen Institut für Erwachsenenbildung eine Gedenkveranstaltung mit der Historikerin Evelyn Adunka und dem Historiker Dieter J. Hecht statt.

Die Benennung der Fläche neben dem Praterstern am Eingang zum Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof nach Anitta Müller-Cohen wurde 2018 von der Bezirksvertretung Leopoldstadt beschlossen.

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