Ausstellung "Letzte Orte vor der Deportation"

Die Ausstellung "Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse" zeigt 3 zentrale Orte der Shoah in Wien und Österreich. 1941/42 haben sich dort 4 Sammellager befunden. Die Schau ist bis 22. November 2019 zu sehen.

Fotopostkarte von Maxi Reich (Vorder und Rückseite)

Kleine Sperlgasse 2a, Castellezgasse 35, Malzgasse 7 und 16: Diese Adressen in der Leopoldstadt sind im kollektiven Gedächtnis praktisch nicht präsent. In der Topographie der Shoah von Wien und Österreich sind das jedoch zentrale Orte. Hier befanden sich 1941/42 4 Sammellager, in denen Jüdinnen und Juden vor der Deportation interniert wurden. Von hier wurden Gruppen von je 1.000 Menschen in Lastwägen zum Aspangbahnhof gebracht. Von Februar 1941 bis Oktober 1942 gingen insgesamt 45 Deportationszüge in Ghettos und Vernichtungslager. Der Großteil der mehr als 66.000 österreichischen Shoah-Opfer wurde von diesen Sammellagern aus in den Tod geschickt. Der Weg in die Vernichtung begann mitten in der Stadt.

Die Ausstellung "Letzte Orte vor der Deportation - Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse" rekonstruiert und vermittelt die Bedeutung dieser heute nahezu vergessenen letzten Orte vor der Deportation.

Regelmäßige KuratorInnenführungen

Jeden ersten Dienstag im Monat um 16 Uhr finden Führungen mit dem Kurator Dieter Hecht und den Kuratorinnen Michaela Raggam-Blesch und Heidemarie Uhl statt. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Veranstaltungsdetails

  • Letzte Orte vor der Deportation - Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse
  • Ausstellungsdauer: bis 22. November 2019
  • Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 17.30 Uhr (ausgenommen Feiertage)
  • Ort: Amtshaus Leopoldstadt, 2., Karmelitergasse 9, 1. Stock
    Fahrplanauskunft
  • Der Eintritt ist frei.
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