Ausstellung: Edward Burtynsky "Wasser"

Von 23. März bis 27. August findet im Kunst Haus Wien eine Ausstellung von Edward Burtynsky zu dem Thema "Wasser" statt.

Foto von Edward Burtynsky, ein Fluss in Colorado in einer weißen Landschaft

Die inzwischen ausgetrockneten Mündungen vom Colorado River haben abstrakte Spuren in der Landschaft hinterlassen.

Das Kunst Haus Wien widmet dem Künstler von 23. März bis 27. August eine erste umfassende Einzelausstellung in Österreich. Sie präsentiert Burtynskys aktuellen Werkzyklus mit Wasser als wertvolle Ressource, als für unseren Körper und unseren Planeten täglich notwendiges Element und als Urquell des Lebens. Im Rahmen der Ausstellung wird der Film Watermark von Jennifer Baichwal und Edward Burtynsky gezeigt.


Der Künstler

"Was wir der Zukunft geben, sind die Entscheidungen, die wir heute treffen.", erklärt Edward Burtynsky. Der Fotograf wurde 1955 in Kanada geboren, nachdem seine Eltern von der Ukraine eingewandert sind. In der heimischen Dunkelkammer entwickelte er mit seinem Vater Schwarzweiß-Filme und lernte Abzüge zu machen. Danach begann er Fotografie-Kurse zu besuchen und absolvierte 1976 sein Studium der Grafischen Künste mit einem Diplom des Niagara College sowie anschließend seinen Bachelor in Fotografie. Burtynsky wurde mit seinen großformatigen Fotografien, die durch Menschenhand veränderte Landschaften, Industriegelände oder Ballungszentren dokumentieren, weltberühmt. Seit über 30 Jahren stellt er seine Kunst in den "Dienst der Kultur der Nachhaltigkeit".

Die Ausstellung

Für seine Werkserie "Wasser" durchquerte Burtynsky fünf Kontinente, um ökologische Extremsituationen zu erkunden und Wasservorkommen sowie die Nutzung, Verteilung und Verschwendung von Wasser festzuhalten. Er wählte Orte, an denen das ökologische Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde. So handeln seine Aufnahmen, die meist aufwändig aus der Vogelperspektive fotografiert wurden, beispielsweise von Flüssen wie dem Colorado oder dem Sacramento River, deren inzwischen ausgetrocknete Mündungen Spuren in der Landschaft hinterlassen und gleich abstrakten Bildern ein Spiel von Farben und Linien produzieren. Edward Burtynskys "Wasserbilder" zeigen die kritischsten Punkte unseres Ökosystems auf und können durchaus als Ermahnung verstanden werden, jene passive Haltung aufzugeben, durch die unsere Lebensbedingungen nachhaltig bedroht sind. "Durch die Kunst kann der Mensch für die Folgen seines Handelns sensibilisiert werden", meint Burtynsky.

Veranstaltungsdetails

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