Aspangbahnhof erhält Mahnmal

Am ehemaligen Aspangbahnhof wird ein Mahnmal errichtet. Es erinnert an die während der NS-Zeit deportierten Menschen.

Model der Gedenkstätte beim ehemaligen Aspangbahnhof

Das Siegerprojekt des österreichischen Künstlerduos "PRINZpod".

Im Leon-Zelman-Park, gegenüber der Aspangstraße 33, entsteht derzeit eine Stätte des Mahnens, Erinnerns und Gedenkens. An dieser Stelle wurden 1939 und 1941/42 verfolgte Wiener Jüdinnen und Juden zur Vernichtung in den Osten deportiert.

Symbolische Gleise und "Grabstein"

Der Leon-Zelman-Park mit der Skizze des Mahnmals

Beim ehemaligen Aspangbahnhof wird ein Mahnmal errichtet.

Das österreichische Künstlerduo "PRINZpod" plant auf dem Areal des ehemaligen Aspangbahnhofs am Boden verlaufende symbolische Schienenstränge aus Beton, die spitz zulaufen und in einem rund einen Meter hohen und sieben Meter langen dunklen Betonblock enden beziehungsweise in diesem verschwinden. Die zusammenlaufenden Gleise enden in der Katastrophe - der Betonblock erinnert an einen Grabstein. An den Seiten der Betonstränge werden die Zahlen der Deportierten (47.035) und jene der Überlebenden (1.073) angebracht sein. Der jüdischen Tradition entsprechend können zum Gedenken der Toten kleine Steine auf die Gedenkstätte gelegt werden.


Mit der Errichtung des Mahnmals wurde Mitte Mai 2017 begonnen. Im Juni werden vor Ort die Betongleise gegossen. Die Fertigstellung ist für Juli geplant. Im Frühherbst 2017 wird das Mahnmal voraussichtlich offiziell eröffnet.

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