Sehenswürdigkeiten im 8. Bezirk

Amtshaus

8., Schlesingerplatz 2-6
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Amtshaus für den 8. Bezirk am Schlesingerplatz

Das Amtshaus wurde 1910/11 vom Josefstädter Baumeister und Architekten August Scheffel errichtet. Stilistisch ist das Gebäude eine Kombination barocker und secessionistischer Architekturelemente. Davon zeugen die Segmentgiebel mit aufgesetzten Vasen, die Dachverschneidungen und die Kapitelle. Pilaster erstrecken sich über das erste und das zweite Stockwerk. Das breite Treppenhaus wird durch große Jugendstilfenster erhellt. Der in Eisenbeton ausgeführte vierstöckige Bau ist palaisartig in einen Haupt- und zwei Seitenflügel geteilt. Dadurch entsteht ein symmetrischer Vorplatz auf dem 1934 der Wachsamkeitsbrunnen aufgestellt wurde. Das Hauptportal, ein Korbbogentor, wird von einem geschwungenen Giebel gekrönt und von zwei Nebenportalen flankiert.


Astoria Garage

8., Trautsongasse 4
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Dieses Parkhaus wurde vom Bauherrn Cesar Karrer selbst entworfen. Das Gebäude wurde zwischen 1935 und 1938 errichtet. Eine Glaskuppel und ein Rundhof lassen Tageslicht bis in das Erdgeschoß. Durch eine spiralförmige Rampe um den Rundhof werden die einzelnen Etagen erschlossen. Die beiden dreischiffigen Hallen sind höhenversetzt und reichen bis zur Josefsgasse.

Bankfiliale Erste Bank

8., Josefstädter Straße 75-77
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Diese Bankfiliale befindet sich im ehemaligen Albertkino. Das 1905 erbaute Albertkino wurde 1990 geschlossen. Danach erfolgte der Umbau zu einer Bankfiliale nach Plänen von Boris Podrecca. Dabei wurden viele bestehende Elemente übernommen und in die Bank integriert. Die Galerie wird für Ausstellungen und Präsentationen genützt. Die hohen Räume blieben ebenfalls erhalten. Am Balkon befindet sich das Büro des Filialleiters. Auch der Filmprojektor des Albertkinos ist ausgestellt.

Geschäftsportal Humanic

8., Alser Straße 35
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Geschäftsportal Humanic

1979/80 entwarf Günther Domenig für das Schuhgeschäft Humanic ein aufsehenerregendes Geschäftsportal. Das Vordach des Eingangsbereichs ragt weit in den öffentlichen Raum. Den Wartenden an der hier befindlichen Straßenbahnhaltestelle bietet es Schutz bei Regen


Handelsakademie

8., Hamerlingplatz 5-6
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Außenansicht der Handelsakademie am Hamerlingplatz

Dieser blockhafte Bau wurde 1905 von Julius und Wunibald Deininger auf dem Gelände der ehemaligen Reiterkaserne errichtet. Das Gebäude steht im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Die Fassade zum Hamerlingplatz wurde mit Mailänder Granit und schwedischem Labrador verkleidet. Das erste Obergeschoß wird durch Majolikareliefs geschmückt. In den beiden darüber liegenden Stockwerken sind die Fenster durch genietete, vertikale Steinplattenbänder miteinander verbunden.

Die Wände des Festsaals sind mit Palisander- und Spiegeleichenholz verkleidet. Die Bleiglasfenster und die Spiegelgestaltung sind secessionistisch.


Kardinal Piffl-Studentenheim

8., Pfeilgasse 4-6
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1931/32 entwarf Clemens Holzmeister dieses Gebäude. Das Areal war ursprünglich Teil des Parks des Palais Strozzi. Der neunstöckige Bau ist etwas nach hinten versetzt. Dies lässt ihn weniger dominant gegenüber den angrenzenden Gebäuden erscheinen. Vor dem Haus befindet sich eine kleine Grünanlage mit Bäumen. Während des zweiten Weltkrieges diente es als Unterkunft für Soldaten, von 1945 bis 1955 als amerikanisches Soldatenheim

Theater in der Josefstadt

8., Josefstädter Straße 26
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Theater in der Josefstadt

Das Theater in der Josefstadt ist das älteste Theater Wiens in dem heute noch gespielt wird. Es wurde am 24. Oktober 1788 eröffnet. Mit einer Länge von 20,5 Metern und einer Breite von 12,5 Meter war es das kleinste Vorstadttheater. Ein Privileg erlaubte die Aufführung aller Arten des Schauspiels, Musiktheaters und Balletts, sogar in der Fastenzeit. 1822 ließ das Wirtspaar Wolfgang und Johanna Reischl, die neuen Besitzer, das Gebäude umbauen. Für die Neueröffnung schrieb Beethoven eine Ouvertüre.

Das Theater wechselte in der Folge mehrmals den Besitzer und stand oft knapp vor dem Bankrott. Mit der Übernahme des Theaters durch Josef Jarno begann eine Blütezeit für das Haus. Unter seiner Leitung wurden bis 1921 450 Stücke aufgeführt. Neben den "leichten" Stücken nahm er zeitgenössische Dramatiker wie Strindberg, Ibsen, Wedekind und Oscar Wilde in den Spielplan auf. Auch Operetten wurden in der Josefstadt gezeigt. Jarno war selbst Schauspieler. Gemeinsam mit seiner Frau Hansi Niese spielte er unter anderem in Franz Molnárs "Liliom". Das Stück wurde 1913 mehr als hundert Mal in Folge aufgeführt. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage nach dem Ersten Weltkrieg verlor das Theater viel Publikum.

1923 übernahm Max Reinhardt das Haus. Zwischen Juni 1923 und März 1924 wurde das Theater geschlossen und zahlreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Finanziert wurde die Renovierung von einem der reichsten Männer Wiens, dem Bankier Camillo Castiglione. Im Gegenzug verpflichtete sich Max Reinhardt, 10 Jahre am Theater zu bleiben. Das Ergebnis dieser Renovierung ist heute noch zu sehen.

Sanatorium Luithlen

8., Auerspergstraße 9
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Das ehemalige Sanatorium ist eines der ältesten ornamentlosen Gebäude Wiens. Es wurde 1907/08 nach Plänen des Architekten Robert Oerley errichtet. Das Sockelgeschoß ist aus Natursteinquadern. Die darüber liegende Putzfassade ist in horizontale Putzfelder gegliedert. Die abwechselnd zwei- und dreiteiligen Fenster mit geblasenen Buckelscheiben rhythmisieren die Fassade. Die Operationssäle befanden sich im obersten Stockwerk. Dies garantierte eine optimale Beleuchtung mit natürlichem Licht. Durch Umbauten in den 1960er-Jahren wurden die Haustüre und die Operationsräume verändert. Danach diente es als Studentenheim. Derzeit wird das Gebäude zu einem Hotel umgebaut.

"Zur heiligen Dreifaltigkeit"

8., Lange Gasse 34
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Haus "Zur Heiligen Dreifaltigkeit"

Dieses barocke Haus ist das älteste Haus des Bezirkes. Der Bäcker Peter Reichsgruber ließ es 1710 errichten. Das einstöckige Haus ist symmetrisch angelegt. Der Mittelteil mit dem Haustor und der Dreifaltigkeitsgruppe ragt etwas vor. Das Relief der Dreifaltigkeitsgruppe ist aus Sandstein. Es wird Johann Josef Rössler zugeschrieben. Zwei Seitenflügel und ein Quertrakt bilden einen Hof. Dieser ist durch ein Gitter von einem Garten abgetrennt.

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