Ausstellung "Vor Schand und Noth gerettet" im Bezirksmuseum Josefstadt

Am 6. Mai eröffnete die Sonderausstellung "Vor Schand und Noth gerettet?! Findelhaus, Gebäranstalt und die Matriken der Alser Vorstadt" im Bezirksmuseum Josefstadt.

Aquarell um 1880 zeigt eine lebendige Szene vor einem Findelhaus mit Frauen, Kindern und zahlreichen Menschen und einer Pferdekutsche

Aquarell von Carl Pippich um 1880

Die Schau wurde in Zusammenarbeit mit der Stabstelle Bezirksmuseen im Wien Museum erarbeitet. Zu sehen sind mehr als 100 Exponate aus über 20 Institutionen. Sie veranschaulichen eindrucksvoll die Geschichte des Findelhauses, der Gebäranstalt und ähnlicher ehemaliger Einrichtungen im heutigen 8. und 9. Bezirk aus dem Blickwinkel der Geschlechter-, Sozial- und Medizingeschichte.


Historische soziale Einrichtungen für Frauen und Mädchen

Bezirksvorsteher Martin Fabisch liegt die Thematik der Ausstellung besonders am Herzen: "Wie sicher viele andere BesucherInnen des Bezirksmuseums, habe auch ich in meinem Stammbaum ein Findelkind unter meinen Vorfahren. Soziale und medizinische Einrichtungen, die wir heute als selbstverständlich erachten, waren noch vor einigen Jahrzehnten viel zu selten oder für die große Mehrheit der Bevölkerung unerschwinglich. Umso wichtiger ist es, mehr über diese Institutionen zu erfahren, die diesen oft mit ihrem Problem alleine gelassenen Frauen und Mädchen schon in medizinischer Vorzeit bereit waren, Hilfe zu geben - und so mitunter auch für unsere heutige Existenz mitverantwortlich sind."

Film zur Ausstellungseröffnung

Die Eröffnung am 6. Mai 2021 fand aufgrund der coronabedingten Schutzmaßnahmen digital statt. Einen Ausstellungsrundgang mit Anna Jungmayr gibt es als Film im YouTube-Kanal des Bezirksmuseums zu sehen: "Vor Schand und Noth gerettet?!"

Die Ausstellung "Vor Schand und Noth gerettet?! Findelhaus, Gebäranstalt und die Matriken der Alser Vorstadt" im Bezirksmuseum Josefstadt ist bis 30. März 2022 zu sehen.

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