Petersplatz wird klimafit und verkehrsberuhigt

Der Petersplatz wird neugestaltet, mit Bäumen und Pflanzen begrünt und gekühlt. Die Verkehrsberuhigung bringt mehr Raum für Fußgänger*innen. Die Umgestaltung soll im Herbst 2022 fertig sein.

Stadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Figl

Stadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Figl bei der Projektpräsentation

18 großkronige Bäume, Blumen- und Staudenbeete, Nebelduschen für heiße Sommertage und viel Platz für die Menschen - der Petersplatz im Herzen der Stadt wird klimafit und attraktiver. Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Markus Figl präsentierten am 15. September 2021 die Pläne für die Neugestaltung.

Verkehrsberuhigt werden der Petersplatz und sein Umfeld mit einer Gesamtfläche von rund 7.400 Quadratmetern. Umgestaltet werden auch die Bereiche Jungferngasse, Milchgasse, Tuchlauben, Freisingergasse sowie Goldschmiedgasse bis Trattnerhof und Bauernmarkt bis Brandstätte.

Mehr Aufenthaltsqualität rund um Barock-Juwel

Derzeit dominieren Fahrflächen und parkende Autos das Bild vor der von 1701 bis 1733 erbauten Peterskirche, die zu den schönsten Barockkirchen Wiens zählt. Durch die Verkehrsberuhigung und Begrünung wird der Platz rund um die Kirche attraktiver und mehr Aufenthaltsqualität haben. Das Projekt wird von Privaten maßgeblich unterstützt.

Die umfassenden Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrsberuhigung der Inneren Stadt. Die Bauarbeiten sollen bis Herbst 2022 abgeschlossen sein.

Begrünung schützt vor Hitze

"Neben dem Neuen Markt ist der Petersplatz der nächste wichtige Platz im 1. Bezirk, auf dem wir mit dem Bezirk gemeinsam ein Facelifting inklusive Verkehrsberuhigung umsetzen", so Planungsstadträtin Ulli Sima. Ihr ist angesichts der klimawandel-bedingten Hitzeinseln in der Stadt die Beschattung und Kühlung von stark verbauten Plätzen und Straßenzügen ein zentrales Anliegen.

Bewohner*innen-Parkplätze bleiben

Bezirksvorsteher Markus Figl zeigt sich erfreut, dass die Gestaltung des Petersplatzes nach intensiver Planung umgesetzt wird: "Dem vielfachen Wunsch nach mehr Grün und Aufenthaltsqualität wurde mit dem vorliegenden Projekt Rechnung getragen. Wichtig ist mir, im Sinne einer bewohnten Inneren Stadt, dass es uns als Bezirk gelungen ist, die Bewohnerparkplätze im Gebiet zu erhalten."

Urbaner Stadtraum im Herzen der Stadt

Die aktuellen Maßnahmen am Petersplatz und Umgebung sind ein wesentliches, weiteres Mosaik für die Verkehrsberuhigung der Inneren Stadt, an der Stadt Wien und Bezirk intensiv gemeinsam arbeiten.

Der Platz rund um die 57 Meter hohe Peterskirche ist eine wichtige Verbindung für Fußgänger*innen in der Wiener Innenstadt. Aktuell wird der Petersplatz als Parkraum mit schmalen Gehsteigen ohne Aufenthaltsqualität genutzt. Die Neugestaltung umfasst breitere Gehsteige, knapp 40 Radfahrbügel sowie rund 10 konsumfreie Sitzgelegenheiten.

Zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Entsiegelung der Oberfläche werden Pflanzenbeete mit 18 Bäumen eingerichtet. Zusätzlich wird es 3 weitere Staudenbeete ohne Baumpflanzung geben. Für die nötige Abkühlung bei Hitze sorgen künftig 5 Nebelstelen.

Verkehrsberuhigung mit Begegnungszone und Fußgänger*innenzone

Zwischen Jungferngasse, Petersplatz und Milchgasse verkehren die Autobuslinie 2A sowie Fiaker, Autos und Radfahrende. Künftig wird der Platzbereich rund um die Peterskirche zur Begegnungszone, die Freisingergasse zwischen Petersplatz und Bauernmarkt zur Fußgänger*innenzone.

Die Oberfläche wird, abgesehen von der Fahrfläche Petersplatz in Richtung Milchgasse, mit hellen Betonsteinen gepflastert. Somit kann Regenwasser im entsiegelten Boden zwischen den Steinen versickern.

Fußgänger*innen werden besonders von den breiteren Gehsteigen und der niveaugleichen Ausgestaltung der Straße profitieren. Der gesamte Bereich wird barrierefrei. Damit wird eine attraktive Verbindung zwischen Stephansplatz und Tuchlauben geschaffen.

Zusätzlich wird die Qualität der bestehenden Schanigärten durch Baumpflanzungen und Begrünung erhöht. Im Projektbereich werden zwei neue Hotels eröffnet. An der Platzgestaltung haben sich private Unterstützer maßgeblich beteiligt, bei denen sich Sima und Figl herzlich bedanken. Geplant wurde das Projekt vom Planungsbüro FCP (Fritsch, Chiari und Partner).

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