Rieger-Orgel in der Augustinerkirche

Um die Rieger-Orgel in der Augustinerkirche erhalten und erneuern zu können, werden zur Finanzierung Spendengelder gesammelt. Gelegenheit, die weit über die Grenzen hinaus bekannte Kirchenmusik in St. Augustin zu genießen, bietet das Orgelfestival im Oktober.

Rieger-Orgel in der Augustinerkirche

Die Augustinerkirche wurde vor 690 Jahren gegründet. Vor 40 Jahren kam die berühmte Rieger-Orgel in die Kirche. Diese Jubiläen wurde zum Anlass genommen, um diese grundlegend zu sanieren und zu erneuern. Diese Bemühungen werden von der Bezirksvorstehung unterstützt. Daher war bei der Neueröffnung auch Bezirksvorsteher MMag. Markus Figl anwesend.

Spendenaufruf des Regionalvikars

Regionalvikar Pater Mag. Matthias Schlögl OSA: "Eine Reihe von Fachexperten haben in einer kritischen Analyse grobe Mängel an der Windanlage und der Mechanik sowie arge Verschmutzungen innen und außen festgestellt und daher eine Generalüberholung des Instrumentes dringend empfohlen. Wir laden Sie ein, unserem weithin wertgeschätzten bedeutenden Instrument zu helfen. Mit Ihrer Spende oder Patenschaft leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Erneuerung der Klangqualität unserer großen Rieger-Orgel, wodurch ein höchstes Niveau unserer Kirchenmusik ermöglicht wird."

Bezirksvorsteher MMag. Markus Figl: "Die Orgel ist ein faszinierendes Instrument mit ganz besonders vielfältigen musikalischen Möglichkeiten. Ich freue mich über die Sanierung der großen Rieger-Orgel. Als Bezirk unterstützen wir diese Bemühungen und laden auch Sie dazu ein."

Die Rieger-Orgel

Die große Orgel der Augustinerkirche wurde von Orgelbaumeister Rieger 1976 in das historische Gehäuse von Johann Hencke eingebaut. Die ursprünglich dort befindliche Orgel wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Die Herkunft des Gehäuses ist bemerkenswert: Am 27. Mai 1784 ersuchten der Prior des Augustinerklosters und der Pfarrer von St. Augustin den General-Hofbau-Direktor Wenzel Fürst von Kaunitz-Rietberg, die Orgel aus der unter Joseph II. aufgehobenen Schwarzspanierkirche für St. Augustin zu erhalten. Die Aufstellung der von Johann Hencke um 1730 erbauten Orgel verzögerte sich, weil das hochbarocke Gehäuse von Ferdinand Hohenberg von Hetzendorf dem gotischen Innenraum angepasst werden sollte. Die gelungene Verbindung des barock gebliebenen Prospektes mit gotischen Elementen ist ein einzigartiges kunstgeschichtliches Zeugnis. Die das Gehäuse bekrönende Engelgruppe ist ein Werk des Bildhauers Johann B. Straub, der von 1727 bis 1734 in Wien wirkte. Die ursprünglich in Resedagrün gefasste Orgel erhielt eine neue weiße Fassung. Diese Orgel wurde laufend an den Zeitgeschmack angepasst und vielfach verändert.

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