Dialog zur Umgestaltung der Altgasse

Die Altgasse im Zentrum Hietzings wird 2023 aufgewertet. Der Beteiligungsprozess startete mit einer Umfrage, an der über 1.000 Menschen teilnahmen.

6 Personen stehen vor Flipcharts und einer Leinwand

Bezirksvorsteherin Silke Kobald (vorne Mitte, ÖVP), ihre Stellvertreter Christian Gerzabek (2.v.r., ÖVP) und Matthias Friedrich (2.v.l., SPÖ) sowie die Klubobleute Christopher Hetfleisch (1.v.l., Grüne) und Johannes Bachleitner (1.v.r., NEOS) und Bezirksrätin Alexandra Steiner (3.v.l.) freuen sich über die rege Beteiligung der Bevölkerung an der Umfrage.

Der Dialog zur Zukunft der Altgasse läuft auf Hochtouren. Neben einem Infostand am Altgassen-Markt und 2 Dialog-Veranstaltungen fand vor allem die Umfrage großen Zuspruch. Über 1.000 Menschen nutzten die Möglichkeit, ihre Ideen und Anliegen einzubringen. Begleitet wird der Prozess vom Büro PlanSinn.

Ergebnisse der Umfrage: 1 MB PDF

Zuvor hatte die Hietzinger Bezirksvertretung einstimmig beschlossen, dass die notwendige Erneuerung des Straßenbelags die Gelegenheit biete, die seit langem geforderte Neugestaltung der Altgasse umzusetzen. Anrainer*innen sowie Wirtschaftstreibende werden laut gemeinsamem Beschluss in die Planungen einbezogen.

Rekord-Beteiligung bei Umfrage

Der große Rücklauf auf die Umfrage zeigt die Bedeutung der Altgasse für den Bezirk. Im Zeitraum von 2. bis 23. Oktober 2022 brachten insgesamt über 1.000 Personen – davon rund 400 Personen, die in oder um die Altgasse wohnen – ihre Vorstellungen ein. Die Gesamtaussage fällt klar aus: der historische Charakter, mehr Grün und Bäume, weniger und langsamerer Verkehr, mehr Möglichkeiten zum Sitzen und Verweilen und mehr Schatten und Abkühlung sollen die Gasse in Zukunft prägen.

"Die rege Beteiligung am Gestaltungsprozess ist besonders erfreulich, da sie wesentlich dazu beiträgt, die Altgasse so gut wie möglich nach den Vorstellungen der Bevölkerung auszugestalten", so der Bezirk.

Dialog mit Nachbarschaft und Institutionen

Am 16. November 2022 fand ein Dialog mit Nachbarschaft und Institutionen statt. Die Anrainer*innen arbeiteten gemeinsam mit Vertreter*innen der Institutionen rund um die Altgasse in Kleingruppen an den Themen Begrünung, Mobilität, Aufenthalt und Aktivitäten.

Für viele Menschen im Bezirk ist der Besuch in einem Lokal beziehungsweise im Schanigarten in der Altgasse ein großer Wunsch. Für die Anrainer*innen führt das jedoch auch zu Einschränkungen. Um einen guten Umgang mit dem Spannungsverhältnis zwischen Attraktivierung und Ruhebedürfnis zu finden, müssen die Nutzungen in Zukunft in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Wohnen, Verweilen, Zu-Fuß-Gehen, Einkaufen und Gastronomie sollen alle einen guten Platz finden. Durchwegs klar zeigte sich das Potenzial des heutigen "Kreisverkehrs". Eine neue Gestaltung könnte hier Platz für Aufenthalt, Begegnung und sanfte Aktivitäten bringen.

Vielfältige Wirtschaft fördert Charme der Altgasse

In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien organisierte PlanSinn einen eigenen Dialog-Workshop mit Wirtschaftstreibenden rund um die Altgasse. Eine verkehrsberuhigte Zone mit Lade- und Kurzparkzonen würde die Attraktivität der Gasse erhöhen und die Wirtschaft fördern, so die Erkenntnis aus der Diskussion. Wichtig ist laut den Umfrage-Ergebnissen und Wirtschaftstreibenden ein guter Mix aus kleinen Geschäften, Handwerksbetrieben und Gastronomie.

Konzept und weiterer Dialog

Die zahlreichen Ergebnisse aus dem bisherigen Dialog liegen jetzt auf dem Tisch von Michl Mellauner, dem Landschaftsplaner bei PlanSinn. Eine Herausforderung wird dabei der enge Raum und die Berücksichtigung von technischen Gegebenheiten wie Leitungen sein.

Das Konzept für die zukünftige Gestaltung der Gasse wird gemeinsam mit den Bewohner*innen des Grätzls im Jänner 2023 weiterbearbeitet. Dann folgt die Übergabe der Ergebnisse an den Bezirk und die für Hietzing zuständigen Stellen der Stadt Wien für die geplante Umsetzung im Herbst 2023.

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