Bürger*innen-Befragung zur Verkehrsorganisation in der Friedensstadt

Die Bewohner und Bewohnerinnen der Friedensstadt konnten bis 9. März 2022 im Rahmen einer postalischen Befragung über die künftige Verkehrsorganisation in der Friedensstadt entscheiden.

Bezirksvorsteherin Silke Kobald und Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Christian Gerzabek blicken auf Planskizzen

Bezirksvorsteherin Silke Kobald und Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Christian Gerzabek machten sich vor Ort ein Bild von den Varianten.

Zur Auswahl standen 2 durch die Stadt Wien - Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (MA 46) ausgearbeitete Varianten, die eine rechtskonforme Stellplatzaufteilung in der Friedensstadt ermöglichen.

Rechtssicherheit schaffen

"Die Erneuerung der Hauptwasserleitungen in den vergangenen Jahren machten eine Komplettsanierung der Straßenzüge erforderlich. Dadurch ergab sich auch die Chance einer Neugestaltung des öffentlichen Raumes der Friedenstadt. Durch die Einführung der Parkraumbewirtschaftung wurde auch die Schaffung einer rechtskonformen Parkordnung erforderlich, um Rechtssicherheit für die Bewohner und Bewohnerinnen zu schaffen", erläutert Bezirksvorsteherin Mag.a Silke Kobald die Hintergründe der Befragung in der Friedensstadt zwischen dem Lainzer Tiergarten und dem Hörndlwald.

"Das bereits erprobte Modell des Siedlungsstraßenprinzips oder eine Einbahnlösung durch das Grätzl ermöglichen den Erhalt möglichst vieler Pkw-Stellplätze. Es ist allerdings auch eine Frage der Zufahrtsmöglichkeiten, weshalb ich die Magistratsdienststellen ersucht habe, zwei Varianten zur Auswahl zu stellen", so Silke Kobald zu den beiden Auswahlmöglichkeiten.

Variante 1: Siedlungsstraßenrichtlinie

Bei dieser Variante bleiben die Straßenzüge im Gegenverkehr befahrbar. Sie ermöglicht die gewohnte Erreichbarkeit der einzelnen Wohnhäuser von beiden Seiten. Um legales Parken zu ermöglichen, werden laut den Fachdienststellen die Parkplätze unter Ausnutzung der optimalen Stellplatzmöglichkeiten in versetzter Parkordnung markiert. In dieser Variante können etwas weniger Parkplätze geschaffen werden als bei Variante 2. Für das geordnete Abstellen der Fahrzeuge werden die Parkplätze markiert.

Variante 2: Einbahnführung

Diese Variante ist ein von den Fachdienststellen ermitteltes Einbahnsystem. Die Einbahnrichtungen orientieren sich an den am häufigsten gefahrenen Fahrtrichtungen und optimierten Distanzen. In dieser Variante können etwas mehr Parkplätze geschaffen werden als bei Variante 1. Durch die Schleifenlösung sind allerdings längere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen.

Die Einbahnführung betrifft folgende Straßenzüge:

  • Kleiner Ring von Friedenzeile bis Saulackenweg
  • Großer Ring von Friedenszeile bis Pallenbergstraße
  • Jenbachgasse von Kleiner Ring bis Friedensstadtgasse
  • Kramer-Glöckner-Straße von ONr. 2 bis 50
  • Friedenszeile von Friedensstadtgasse bis Kleiner Ring
  • Pallenbergstraße von ONr. 107 bis 28A

Sämtliche anderen Straßenzüge der Friedensstadt werden nach dem Siedlungsstraßenprinzip ausgestaltet.

Parkplatzvergleich zwischen Variante 1 und 2

Die Fachdienststellen haben die voraussichtliche Anzahl der legalen Parkplätze für beide Varianten ermittelt:

  • Variante 1 "Siedlungsstraßenrichtlinie": circa 358 Parkplätze
  • Variante 2 "Einbahnführung": circa 405 Parkplätze

Daraus ergibt sich eine Differenz zwischen den beiden Varianten von rund 47 Parkplätzen.

Frage zur Friedensstadt als Wohnstraße

"Gesondert erfragen wir, ob die Anrainerinnen und Anrainer der Friedensstadt die Ausweisung als Wohnstraße möchten. Kurz zusammengefasst lässt sich festhalten, dass prinzipiell der Fahrzeugverkehr in Wohnstraßen eingeschränkt ist, das Spielen von Kindern auf der Fahrbahn erlaubt ist und das erlaubte Fahrtempo Schrittgeschwindigkeit ist. Auf die Zahl der Stellplätze hätte dies keine Auswirkung", so Bezirksvorsteherin Silke Kobald abschließend.

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