Schlösser in Hietzing

Hackinger Schloss (jetzt Jugendgästehaus)

13., Schloßberggasse 8
Fahrplanauskunft

An der Stelle des ehemaligen Schlosses Hacking steht heute das Jugendgästehaus Hütteldorf-Hacking.

In den Jahren 1529 und 1683 war die Schlossanlage durch die Türkenbelagerungen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. 1722 wurde das Schloss zur Hälfte wieder aufgebaut. Es befand sich damals im Besitz von Franz Albert Freiherr von Kletzl. Mitte des 18. Jahrhunderts bestand die zweigeschossige Anlage aus Haupttrakt und Seitenflügel. Wirtschaftstrakte wurden angebaut. Die Konzeption verweist auf französische Vorbilder. Das Gebäude erlebte zahlreiche Besitzer. 1954 gelangte es in den Besitz der Gemeinde Wien.

Jagdschloss (jetzt Exerzitienhaus, Jesuiten-Orden)

13., Kardinal-König-Platz 1
Fahrplanauskunft

Das vermutlich seit 1700 existierende Schloss wurde 1741 erstmals im Grundbuch erwähnt. Das Jagdschloss erlebte viele Besitzer bis es 1884 in die Hände des Jesuitenordens gelangte.
Den Kern der Anlage bildet das zweigeschossige barocke Schloss. Die Hauptfassade des symmetrischen Baus ist dem französischen Garten zugewandt. 1830 erfolgte eine Adaptierung. Im Wesentlichen blieb das Schloss aber unverändert.
Der Orden veranlasste 1965 den Bau der Konzils-Gedächtniskirche und des Exerzitienhauses.

Kaiserstöckl (jetzt Postamt)

13., Hietzinger Hauptstraße 1a
Fahrplanauskunft

1751 erwarb Maria Theresia die Schleifmühle. Nach deren Abbruch ließ sie ein Wohngebäude für ihren Leibarzt Gerhard Freiherr van Swieten errichten. Ab 1770 wurde das dreigeschossige Gebäude bis heute nicht mehr umgebaut. Die Vorbauten entstanden erst um 1810.
Neben Staatskanzler Wenzel Anton Graf Kaunitz, verschiedenen kaiserlichen und königlichen Ministern, Clemens Wenzel Lothar Fürst von Metternich und dem König von Hannover residierte Otto Fürst von Bismarck im "Stöckl". Heute befindet sich das Postamt des 13. Bezirks im Kaiserstöckl.

Neue Welt - Vergnügungsetablissement

Die Neue Welt befand sich ehemals im Areal zwischen der heutigen Hietzinger Hauptstraße, Lainzer Straße und 13., St.-Veit-Gasse

Das Vergnügungsetablissement wurde 1867 auf den "Pereiraschen Gründen" von Karl Schwender errichtet und erfreute sich rasch großer Beliebtheit. Entlang des Heiligen Hains gelangt man zum Pereira-Schlösschen.
Auf der Anlage befanden sich Treibhäuser, Orchesterpavillons, ein Tanzplatz, eine Arena und die "Alhambra". In der Arena standen 1.000 Plätze zur Verfügung. Bekannte Orchester hielten dort Konzerte ab. Wichtigster Bau war die Weltausstellungs-Conzert-Arena namens Alhambra (Weltausstellung 1873). Sie wurde für Theater- und Operettenaufführungen gebaut. 1883 kaufte Julius Frankl die Gründe und parzellierte sie. Die Neue Welt wurde abgerissen. In der Folge wurden typische Gründerzeitvillen errichtet.

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