Gedenken an NS-Opfer in Hietzing

Zum 75. Jahrestag der November-Pogrome wurden in Hietzing Gedenktafeln für jüdische Bewohnerinnen und Bewohner enthüllt, die von 1938 bis 1945 von den Nazis beraubt, vertrieben und ermordet wurden.

Gedenktafel vor Schulgebäude

Viele jüdische Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Wenzgasse wurden von den Nazis deportiert und ermordet.

2013 veranstalteten die Bezirksvertretung Hietzing und die VHS Hietzing eine Reihe von Gedenkfeiern für die Opfer des Nationalsozialismus. Zum 75. Jahrestag der Gewalt-Exzesse gegen die jüdische Bevölkerung wurden an mehreren Orten im 13. Bezirk Gedenktafeln für jene Menschen enthüllt, die unter dem NS-Regime vertrieben und ermordet wurden.


Gedenkakt am GRG Wenzgasse

Vor dem Gymnasium in der Wenzgasse fand ein Gedenkakt statt. Bezirksvorsteherin Mag.a Silke Kobald, der Direktor der VHS Hietzing, Dr. Robert Streibel, sowie Schuldirektor Mag. Andreas Paseka enthüllten im Beisein der Schülerinnen und Schüler eine Gedenktafel. Sie erinnert an jene Jüdinnen und Juden, die in der Wenzgasse zur Schule gingen, unterrichteten oder wohnten, und den Holocaust nicht überlebten.

Im Anschluss an den Gedenkakt wurde auch vor einem Privathaus in der nahegelegenen Lainzer Straße 74 eine Gedenktafel enthüllt. Sie wurde in Erinnerung an die Familie Egon und Pauline Szeci errichtet.

Gedenktafel für Paul Amann

Eine Gedenktafel befindet sich auf der Paul-Amann-Brücke. Die Brücke ist nach dem Dichter und Übersetzer Paul Amann benannt, der vor den Nazis zuerst nach Frankreich und dann in die USA flüchtete. Amann war Pazifist und korrespondierte mit Thomas Mann, mit dem er bis zu dessen Tod in Verbindung stand.

An der Enthüllungsfeier nahmen die Bezirksvorsteherinnen von Hietzing und Penzing, Silke Kobald und Andrea Kalchbrenner teil. Die Gedenkfeier wurde von Schülerinnen und Schülern des Goethe-Gymnasiums mitgestaltet, an dem Amann unterrichtete.

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