Sakralbauten im 13. Bezirk

Dominikanerkirche

13., Schloßberggasse 17
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Fürstin Friederike von Auersperg trat 1869 dem Orden der Dominikanerinnen bei und gründete 1873 in Hacking ein Kloster. 1885 wurde der Grundstein für die dazugehörige Kirche gelegt. Der Orden sollte Töchter aus adeligen Familien unterrichten. Aus diesem Grunde kam es auch 1964 bis 1966 zum Bau eines Internatsgebäudes. Dieses Gebäude sowie ein von 1996 bis 1999 gebautes Schulgebäude schließen an die neugotische Backsteinkirche an. Die Kirche ist charakterisiert durch zwei achteckige Türme über quaderförmigen Sockeln.

Ehemalige Lainzer Pfarrkirche

13., Lainzer Straße 154 a
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Das zwischen 1421 und 1428 von Conrad Sponfelder errichtete Gotteshaus führte lange Zeit das Dasein einer kleinen Dorfkirche. Durch die Türkenbelagerung wurde sie derart beschädigt, dass die Kirche abgerissen und neu errichtet werden musste. Die Fertigstellung des Neubaus erfolgte 1737. Bei der Fassade handelt es sich um eine schlicht gestaltete Einturmfassade. Dieser Typus setzte sich hauptsächlich ab dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts vor allem bei Kirchen im ländlichen Bereich durch. In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts übernahmen die Jesuiten die Kirche. Zuvor war sie der Erzdiözese Wien direkt unterstellt. Seit 1974 steht die Kirche der syrisch-orthodoxen Christengemeinde zur Verfügung.

Einsiedelei, heutiges Sankt Josefs-Heim

13., Stock im Weg 1A
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1748 errichteten zwei Einsiedler eine Klause am Gemeindeberg. Nach der Aufhebung der Einsiedlerbruderschaft 1782 ersteigerte der Wiener Kaufmann Ignaz Leopold Strodl die Anlage. Er ließ an der Stelle der abgerissenen Einsiedelei einen klassizistischen Bau errichten. 1823 erhielt der damalige Besitzer Andreas Seifert das Recht, Bier und Wein auszuschenken. Er ließ einen Anbau errichten. Das Gasthaus "Zur Einsiedelei" wurde zu einem bevorzugten Ausflugsziel. 1909 kaufte die "Kongregation der Schwestern vom III. Orden des heiligen Franz von Assisi" den durch einen Brand beeinträchtigten Bau. Es erfolgte ein Umbau zu einem Rekonvaleszentenheim für die Schwestern und auch für mittellose, erholungsbedürftige Frauen. 1925 kauften die Schwestern elf Parzellen dazu. Im selben Jahr wurde die Kapelle "Zum kostbaren Blut" geweiht.

Evangelische Friedenskirche

13., Jagdschloßgasse 44
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1960 wurde die Kirche fertig-gestellt und 1995 renoviert. Sie bildet mit Pfarrhaus und Kindergarten einen zusammenhängenden Baukörper. Die Bauteile heben sich durch ihre unterschiedliche architektonische Gestaltung deutlich voneinander ab. Die Anlage wird von einem quaderförmigen Turm beherrscht. Die Kirche wurde für die etwa 600 Protestanten gebaut, die 1946/49 vertrieben wurden und sich im Gebiet der Lafitegasse ansiedelten.

Faniteum (Karmelitinnenkloster)

13., Hanschweg 1
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Karl Graf Lanckóronski ließ dieses Gebäude errichten. Es gilt als eines der bemerkenswertesten Bauwerke des 13. Bezirks. Seine Frau Fanita starb im Kindbett. Das Faniteum auf dem Gemeindeberg ist ein Mausoleum, das nach ihr benannt wurde. In der Krypta sollte der Sarkophag der Verstorbenen liegen. Fanita bekam aber ein Grab auf dem Hietzinger Friedhof. Privatmausoleen waren in Wien verboten. 1898 verpachtete es der Graf an die Gemeinde Wien. Sie sollte ein Mädchen-Rekonvaleszentenheim errichten. Im Ersten Weltkrieg diente es als Lazarett. In der Zwischenkriegszeit war es ein Kindererholungsheim. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es von den Alliierten besetzt. 1968 wurde das Gebäude, das nur knapp dem Abbruch entgangen war, unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1977 ist es Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen. Zunächst errichtete man das Faniteum in Anlehnung an die Bauweise toskanischer Landhäuser des 15. Jahrhunderts. Als Vorbild diente aber eindeutig die florentinische Frührenaissance.

Kamillianerkirche und -kloster

13., Versorgungsheimstraße 72
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Das Kloster und die Kirche wurden 1912 für den Orden der Kamillianer errichtet. Am 1. Juni 1946 wurde die Ordenskirche zur Pfarrkirche. Nachdem die Ordensleute 1939 das Gebäude für das Militär räumen mussten, konnten sie sich erst 1946 wieder der Seelsorge widmen. Sie betreuen jetzt wieder das Krankenhaus Lainz. Das ursprüngliche Versorgungsheim, bis 2015 Geriatriezentrum am Wienerwald, ist mittlerweile geschlossen. Von außen erweckt der Bau zunächst den Eindruck einer Gründerzeit-Villa. Hauptsächlich das Kreuz auf einer kleinen grünen Kuppel lässt auf einen Sakralbau schließen.

Kirche im Pallottihaus

13., Auhofstraße 19
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Die 1835 vom heiligen Vinzenz Pallotti in Rom gegründete "Gesellschaft vom Katholischen Apostolat" erwarb das Objekt in der Auhofstraße 10. Nach der Sanierung wurde eine Kirche angebaut. 1958 erfolgte die Grundsteinlegung. In der Folge kam es zu zwei weiteren Umgestaltungen.

Kirche Zum Heiligen Johannes von Nepomuk (Militärpfarre Wien)

13., Fasangartengasse 101, Objekt 5
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Das Kriegsministerium beauftragte 1909 die "Allgemeine Österreichische Baugesellschaft" mit der Errichtung eines Kriegsinvalidenhauses. Es entstanden elf Objekte im Pavillonsystem inmitten einer Parkanlage. Die Kirche konnte 1920 geweiht werden. Seit 1987 ist das Gotteshaus die Militärpfarrkirche des Militärkommandos in Wien. Bemerkenswert ist die Barockstatue des heiligen Johannes Nepomuk links vom Hochaltar. Sie zählt vermutlich zu den ältesten Nepomuk-Statuen Wiens.

Neue Kapelle im Sankt Josefs-Krankenhaus

13., Auhofstraße 189
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Der polygonale Hauptkörper der Kapelle besitzt einen gekurvten Anbau mit einem dazwischenliegenden tonnengedeckten Bindeglied. Er ist durch den Gegensatz zwischen glatt verputzter Wand und gegliederten Fensterzonen gekennzeichnet. Das verspiegelte Fensterglas ist dunkelbraun gefärbt. Über einer Gebäudeecke sitzt eine verglaste Kuppel. Ein verglaster, auf Säulen ruhender, beheizter Gang stellt für Patienten und Schwestern die Verbindung zwischen Krankenhaus und Kapelle her.

Pfarrkirche Hietzing

13., Am Platz 1A
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Das Gebäude stammt im Kern aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Das Äußere der Kirche weist spätgotischen Charakter auf. Die Westfassade mit dem Turm ist ein neugotischer Bau aus dem 19. Jahrhundert. 1529 wurde die Kirche von den Türken niedergebrannt, woran sich auch eine Legende über die wunderbare Errettung von vier Hietzingern knüpft. Die Pfarrkirche Hietzing wurde so zu einer beliebten Wallfahrtsstätte.

Pfarrkirche Lainz-Speising

13., Lainzer Straße 136-140
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1966 begann man mit dem Bau der Pfarrkirche, die 1968 geweiht wurde. Die bis dahin bestehende Kollegiumskirche erwies sich als zu klein und wurde abgerissen. Die Kirche ist quaderförmig, turm- und fensterlos. Der relativ niedrige Bau der Lainzer Pfarrkirche erweckt von außen eher den Eindruck einer Versammlungshalle als eines Gotteshauses.

Pfarrkirche Ober Sankt Veit

13., Wolfrathplatz 1
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Die ursprünglich gotische Pfarrkirche in Ober Sankt Veit wurde erstmals 1260 schriftlich erwähnt. Sie schloss damals an die Ostseite einer Burg an. Zerstört von den Türken wurde das Gotteshaus 1535 durch Bischof Johannes Fabri restauriert. Der heutige barocke Bau geht auf Matthias Gerl aus dem Jahr 1742 bis 1745 zurück. Die Pfarrkirche überzeugt durch ausgewogene Proportionen. Weitere Renovierungen fanden 1887 und 1994 bis 1995 statt.

Pfarrkirche Sankt Hemma

13., Wattmanngasse 105-107
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Das 1966 geweihte Gotteshaus sollte das vorhergehende Provisorium der Invalidenhauskirche ersetzen. Die neue Kirche ist der Heiligen Hemma von Gurk geweiht. Schon von außen fällt der zeltartige Charakter auf. Die Kirche soll das "Zelt Gottes" symbolisieren. Im Osten ragt ein dreikantiger Turm aus Beton auf. Die Westfassade besteht aus Glas.

Pfarrkirche Sankt Hubertus und Christophorus

13., Kardinal-Piffl-Gasse 2
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Für die ab 1920 entstandenen Siedlungen am Rande des Lainzer Tiergartens war die nächste Kirche in Lainz weit entfernt. Der Lainzer Pfarrer Anton Schreffel erwirkte die Genehmigung zum Bau einer Kirche im Lainzer Tiergarten. Die Planung und der Bau wurden den Architekten Dipl. Ing. Georg Lippert und Ing. Dr. Kurt Klaudy übertragen. Den ersten Spatenstich führte Kardinal Dr. Theodor Innitzer am 10. Juni 1935 aus. Am 15. November 1935 wurde die feierliche Konsekration begangen. Die neue Kirche trägt die Namen St. Hubertus und St. Christophorus. Vorerst wurde sie als Expositur der Pfarre Lainz geführt. Mit dem politischen Umbruch 1938 kam das Grätzel mit der Pfarre am Lainzer Tiergarten von Niederösterreich zur Gemeinde Wien. 1939 wurde St. Hubertus zur selbständigen Pfarre erhoben. Die Pfarrkirche wird seit 1936 vom Orden der Pallottiner betreut.

Pfarrkirche Unter Sankt Veit

13., St.-Veit-Gasse 48
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Im 19. Jahrhundert entstand an der Stelle der heutigen Kirche ein Glockenturm. Er bestand nur aus einem Holzgerüst. Als bei einem Brand 1860 der Großteil der Häuser des Ortes verschont blieb, entschied man sich aus Dankbarkeit für einen Kirchenbau. Der Baubeginn war 1862, die Weihe der Kirche erfolgte 1867. 1891 gelangte die Pfarrkirche Unter Sankt Veit in den Besitz der Gemeinde Wien. 1926 wurde sie renoviert. 1965 entschied man sich, die Kirche abzureißen. Zehn Jahre später konnte der Neubau geweiht werden.

Pfarrkirche Zum Guten Hirten

13., Bossigasse 68-70
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1962 begann man mit dem Bau eines Ordenshauses, das 1964 fertiggestellt werden konnte. Der Kirchenbau wurde im Sommer 1963 begonnen. Die Weihe fand 1965 statt. Die Kirche bildet mit dem Ordenshaus eine Gebäudeeinheit. Die Bevölkerung nennt den eigenwilligen Bau "Gottesburg", weil er durch die Betonwände und die schießschartenartigen kleinen Fenster an eine mittelalterliche Trutzburg erinnert.

Ehemalige Synagoge

13., Eitelbergergasse 22
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1924 wurde vom Tempelverein Wien-Hietzing ein internationaler Wettbewerb für den Synagogenbau ausgeschrieben. Der in den USA lebende Architekt A. Gruenberger erhielt den ersten Preis für seine Bauausführung. Der Bau hatte die Grundform eines Kubus. Das Gotteshaus hatte ein niederes Walmdach mit halbkreisförmigen Zinnen und einer abgeschlossenen Attika. An den Außenwänden des Baus waren stalaktitenartige Bogenzapfen angebracht. Sie erinnerten an die maurische Architektur. Die Synagoge in Hietzing wurde im Zuge des Novemberpogroms in der "Reichskristallnacht" vom 9. auf den 10. November 1938 niedergebrannt.

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