Hacking

Hacking ist seit jeher die kleinste Ansiedlung in der Gruppe ehemaliger Dörfer, die heute Hietzing bilden. Sie wurde bereits im 9. Jahrhundert erwähnt.

Der Ort entstand am Fuß des Schlossberges und erstreckte sich zeilenartig in Richtung Nikolaikapelle beim späteren Lainzer Tiergarten. Der heute noch bestehende Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Am Schlossberg stand zur Zeit der Babenberger bereits die "Veste Hacking", ab dem 17. Jahrhundert spricht man vom Schloss Hacking. Dieses wurde 1956 abgetragen und stattdessen wurde ein Jugendgästehaus errichtet.

Die Grundherren von Hacking wechselten sehr häufig. Ab dem 17. Jahrhundert war dort ein Deutscher Ritterorden Grundherr. Der Wienfluss war so fischreich, dass das Fischereirecht verpachtet werden konnte.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Hacking hatte keine eigene Kirche. Um 1770 gab es in Hacking gerade einmal 24 Häuser. Die Haupterwerbszweige waren die Viehzucht und die Milchproduktion. Es gab lediglich einen Schneider, einen Ledermeister und eine Mühle. Einige Jahre später entstanden, wie in den anderen Orten entlang des Wienflusses, Gerbereien, Färbereien und eine Cotton-Druckfabrik.

Der Bau der Kaiserin Elisabeth Westbahn, ab 15. Dezember 1858 in Betrieb, brachte eine Veränderung in Hacking. Der Ort wurde zur Sommerfrische genutzt. Der Schulbetrieb der Dominikanerinnen brachte einen weiteren Aufschwung. Ein Sanatorium für Nervenkranke entstand, welches den Grundstock des heutigen Sankt Josef Krankenhauses bildet. 1890 gab es in Hacking 113 Häuser mit 993 Bewohnerinnen und Bewohnern.

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