Gedenkstein für Fritz Moravec

Ende April 2022 wurde für den berühmten Bergsteigers und Alpinpädagogen ein neuer Gedenkstein am Walk of Fame im Hietzinger Ekazent gelegt.

Von links: Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer, Eva Moravec, Bezirksvorsteher a.D. DI Heinz Gerstbach und BV-Stv. KommR. Christian Gerzabek enthüllen gemeinsam den Stern für Prof. Fritz Moravec.

Der Stern wurde am 27. April 2022 anlässlich des 100. Geburtstages von Fritz Moravec im Beisein seiner Witwe und zahlreichen Ehrengästen enthüllt. "Wir möchten mit diesem Gedenkstein ein Zeichen der Erinnerung an den bekannten Hietzinger Fritz Moravec setzen und vor allem seine Bemühungen um die Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Bergsteigen würdigen", sagen Bezirksvorsteherin Silke Kobald und Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Christian Gerzabek.

Bis zu seinem Tod war Fritz Moravec in der Versorgungsheimstraße in Hietzing wohnhaft. 1997 hat er seine letzte Ruhe auf dem Hietzinger Friedhof gefunden.

Erfahrungen mit anderen geteilt

Die Liebe zum Bergsteigen wurde ihm von seinem Vater, der den 1. Weltkrieg in den Dolomiten erlebte, mitgegeben. Fritz Moravec war selbst als Gebirgsjäger-Sanitäter im 2. Weltkrieg im Kaukasus im Einsatz. Seine bergsteigerische Erfahrung nutzte er in der unmittelbaren Nachkriegszeit, um jungen Erwachsenen und Kindern das Bergsteigen nahezubringen.

Fritz Moravec leitete 30 Jahre lang die Hochgebirgsschule Glockner-Kaprun, die 1997 posthum nach ihm benannt wurde. Durch seine Erfahrung und sein Wirken hat er die Ausbildung für junge Bergsteiger*innen geprägt und bis heute gültige Normen etabliert. Sein Motto lautete: "Das Kinderbergsteigen ist keine Miniaturausgabe des Erwachsenenbergsteigens".

Erstbesteiger des K4

1956 wurde Fritz Moravec zum Leiter der österreichischen Himalaya-Expedition ernannt. Gemeinsam mit Sepp Larch und Hans Willenpart war er einer der 3 Erstbesteiger des 8034 Meter hohen Gasherbrum II, auch bekannt als K4, im Karakorumgebirge in Kaschmir. 1965 leitete er die Naturfreunde-Anden-Expedition zum 6961 Meter hohen Cerro Aconcagua in Argentinien.

Seine Erfahrungen und Erlebnisse als Expeditionsbergsteiger machte er einer breiten Leser*innenschaft in seinen Büchern "Dhaulagiri - Berg ohne Gnade" oder "Gefahren und Gefährten - Abenteuer auf Spitzbergen" zugänglich.

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