Jörgerstraße ist nach Umgestaltung klimafit und verkehrssicherer

Im Zuge der Neugestaltung wurden neue Bäume und Grünbereiche gepflanzt sowie zahlreiche Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr umgesetzt. Die einst betonlastige Hitzeinsel ist nun ein begrüntes und gekühltes Tor nach Hernals und Süd-Währing.

Stadträtin Ulli Sima, Bezirksvorsteher Peter Jagsch und Bezirksvorsteherin Silvia Nossek bei einem Pflanzenbeet

Planungsstadträtin Ulli Sima, der Hernalser Bezirksvorsteher Peter Jagsch und Währings Bezirksvorsteherin Silvia Nossek

Unter dem Motto "Raus aus dem Asphalt" wurde die Jörgerstraße vom Gürtel bis zur Ranftlgasse entsiegelt, begrünt und gekühlt.

Besseres Mikroklima

Die Pflanzung von 16 Bäumen samt großzügiger Baumscheiben und weitflächigen neuen Grünbereichen sowie der Einsatz heller Pflasterung bewirken eine deutliche Verbesserung des Mikroklimas in der Jörgerstraße. Neue Aufenthaltsbereiche laden zum Verweilen ein.

Die Jörgerstraße ist Teil des Hauptradverkehrsnetzes der Stadt sowie eine wichtige fußläufige Verbindung zur U6-Station Alser Straße und zur Straßenbahnlinie 43. Der Umbau der Radverbindung sorgt für ein besseres Vorankommen und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen.

"Schon jetzt im Mai haben wir einige Hitzetage erlebt. Vor allem in den dicht bebauten, gürtelnahen Bereichen ist das eine echte Belastung. Die gesetzten Maßnahmen in der Jörgerstraße sind eine deutliche Verbesserung und kommen da gerade recht", so Stadträtin Ulli Sima.

Mehr Aufenthaltsqualität

Der Hernalser Bezirksvorsteher Peter Jagsch freut sich über das Gemeinschafts-Projekt "Tor nach Hernals": "Ich bedanke mich auch für die Förderung von 80 Prozent der Errichtungskosten aus dem Topf der Klimamusterstadt Wien. Neben der Hebung der Verkehrssicherheit war es mir vor allem ein Anliegen, durch mehr Bäume, neue Sitzgelegenheiten und einen Trinkbrunnen mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu schaffen."

Gelungenes Projekt entlang von Bezirksgrenzen

Währings Bezirksvorsteherin Silvia Nossek: "Es ist nicht alltäglich, dass entlang von Bezirksgrenzen ambitionierte Projekte gelingen. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun endlich die gefährliche Verkehrssituation in der Jörgerstraße verbessert und gleichzeitig aus der bisherigen Asphaltwüste eine für Anrainer*innen und Passant*innen attraktive Straße gemacht haben. In Zukunft werden hier alle gerne unterwegs sein."

Details der Neugestaltung

Sichere und schnelle Radwegverbindung

Zwischen Währinger Gürtel und Theresiengasse wurde ein baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg errichtet. Im Anschluss führt ein komfortabler Radfahrstreifen geradlinig über die Kreuzung mit der Martinstraße und mündet ab der Ranftlgasse in die bestehende Radverkehrsanlage.

Insgesamt wurden 150 Meter Radweg ausgebaut. Der Anschluss an den Gürtel-Radweg wurde wesentlich verbessert: Der bisher risikobehaftete Abschnitt wurde deutlich aufgewertet und sicherer. Außerdem wurden neue Radabstellplätze errichtet.

Verbesserung für Fuß- und Radverkehr

Um die Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr zu erhöhen, wurden bei den angrenzenden Kreuzungsplateaus die Gehsteige vorgezogen. Das erhöht die Sichtweiten und reduziert die Querungslängen. Zudem tragen Fahrbahnanhebungen zur Verkehrsberuhigung bei.

Neue Aufenthaltsbereiche: konsumfrei und gekühlt

Auf beiden Seiten der Jörgerstraße zwischen Währinger Gürtel und Martinstraße sorgen 16 neue Bäume mit großzügigen Baumscheiben für Schatten und Abkühlung. Ebenso laden 4 neue Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten und 3 Trinkhydranten zum konsumfreien Verweilen ein. Eine helle Pflasterung kühlt die Straße zusätzlich. Zahlreiche, neue, großzügige Grünflächen mit Bewässerungssystem runden die klimafitte Umgestaltung ab.

Auch der bereits bestehende Mikroaufenthaltsbereich zwischen Martinstraße und Ranftlgasse wurde mit Sitzgelegenheiten und erweiterten Grünflächen neugestaltet. In einer Gegend mit bisher 100-prozentiger Versiegelung wurden damit große Flächen vom Asphalt befreit.

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