Zeichen gegen Diskriminierung

Die Bezirksvertretung Hernals spricht sich anlässlich der Regenbogenparade 2018 für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft und speziell für Antidiskriminierungsmaßnahmen in Bezug auf sexuelle Minderheiten aus.

Regenbogenparade am Ring

Am 16. Juni 2018 zog die Regenbogenparade zum bereits 23. Mal über die Wiener Ringstraße und setzte damit ein Zeichen gegen Diskriminierung.

Am Samstag, dem 16. Juni 2018, setzte die Regenbogenparade zum bereits 23. Mal auf der Wiener Ringstraße ein deutlich wahrnehmbares Zeichen gegen Diskriminierung. Lesben, Schwule, Bi-, Hetero-, Trans-, Cis- und Intersexuelle sowie queere Personen demonstrierten gemeinsam mit allen, die sich mit diesen Menschen solidarisch erklären, für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in Österreich und auf der ganzen Welt. Rund 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren bei dieser Demonstration dabei.


Mehrheitliche Zustimmung

Die Bezirksvertretung Hernals erklärte sich in ihrer Sitzung am 13. Juni 2018 mit den Zielen der Regenbogenparade solidarisch und verabschiedete mit den Stimmen von SPÖ, GRÜNE und NEOS eine Resolution, die im Wortlaut 30 Tage lang auch auf der Hernalser Bezirksseite von wien.at veröffentlicht werden soll. ÖVP und FPÖ stimmten gegen die Resolution, blieben aber in der Minderheit. Damit ist die Resolution mehrheitlich durch die Bezirksvertretung Hernals angenommen.

Die Resolution im Wortlaut

Die Bezirksvertretung Hernals spricht sich wenige Tage vor der Regenbogenparade 2018 für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft in jeder Hinsicht und aus aktuellem Anlass speziell für Antidiskriminierungsmaßnahmen in Bezug auf sexuelle Minderheiten aus.

Immer noch fehlt ein bundesweites Antidiskriminierungsgesetz abseits des Arbeitsplatzes, immer noch ist das Eherecht nicht für Menschen abseits der Heteronormativität offen. Hassverbrechen gegen und Spott über Vertreterinnen und Vertreter sexueller Minderheiten und deren individuelle Ablehnung als Personen sind Ausdruck struktureller gesellschaftlicher Aggression gegenüber diesen Minderheiten.

Dass die Zugehörigkeit zu einer sexuellen Minderheit abseits der Heteronormativität noch immer nicht durchgängig als Asylgrund anerkannt wird, obwohl sie in einzelnen Staaten mit Strafen bis zur Todesstrafe bedroht ist, ist skandalös. Gerade in Hernals mit seiner vielfältigen Bevölkerungsstruktur bestehen gute Gründe, eine derartige Behördenpraxis abzulehnen.

Der Ausspruch einer Olympiateilnehmerin im Schilauf, sie sei im ersten Durchgang nicht gut, also "schwul" gefahren, illustriert beispielhaft, dass wir auf dem Weg zu einer diskriminierungsfreien Gesellschaft noch ein gutes Stück zurückzulegen haben - in hoffentlich schnellerem Tempo als die zitierte Teilnehmerin!

Die Regenbogenparade erinnert als politisches Gedenken an den Christopher Street Day, einen großen Kampftag sexueller Minderheiten gegen gesellschaftliche Diskriminierung, und verdient daher die uneingeschränkte Solidarität aller Mitglieder dieser Gesellschaft. Daher erklärt sich die Bezirksvertretung Hernals mit den politischen Inhalten der Regenbogenparade solidarisch! Als Willenskundgebung soll diese Resolution in geeigneter Form der Bevölkerung kundgemacht werden.

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