Wiens erster Defibrillator im Gemeindebau

Der Hernalser Josef-Wiedenhofer-Hof in der Zeillergasse 7–11 ist mit diesem "Lebensretter" ausgestattet. Das Pilotprojekt soll Herztod vorbeugen und in mehreren Gemeindebauten Wiens installiert werden.

Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer, Bezirksrat Peter Jagsch, Statrat Michael Ludwig, Gemeinderat Kurt Stürzenbecher sowie Philipp Jost und Patrick Aigner vom Arbeiter Samariterbund mit einem Defibrillator

BVin Dr.in Ilse Pfeffer, BV-Stv Peter Jagsch, StR Dr. Michael Ludwig, GR Dr. Kurt Stürzenbecher sowie Philipp Jost und Patrick Aigner vom Arbeiter Samariterbund freuen sich über den Defibrillator.

Das Forum Soziale Gesundheitspolitik setzt sich im Rahmen des Projekts "Solidarität rettet Leben!" für die vermehrte Anbringung von öffentlich zugänglichen Defibrillatoren in Wien ein.

Neben der Bereitstellung von Defibrillatoren ist auch die Schulung in Erste Hilfe ein Projekt-Ziel. Bereits in den ersten Tagen nach Installierung des neuen Defibrillators wurden in Hernals 70 neue Ersthelferinnen und Ersthelfer geschult.


Bezirksvorsteherin Dr.in Ilse Pfeffer:

Ein einsatzbereiter Defibrillator in der Nähe kann im Notfall Leben retten. Ich unterstütze daher die Initiative "Solidarität rettet Leben!" und sehe Hernals als Vorreiter. Nachdem wir im Amtshaus am Elterleinplatz schon seit längerem einen Defibrillator installiert haben, ist mit dem Gemeindebau in der Zeillergasse nun auch Wiens erste städtische Wohnhausanlage mit einem der lebensrettenden Instrumente ausgestattet.

Im Notfall Leben retten

In Österreich erleiden jährlich 12.000 Personen einen plötzlichen Herztod. Alleine in Wien sind das pro Jahr rund 4.000 Menschen. Für Personen, die vom plötzlichen Herztod betroffen sind, zählt letztlich eines: rasche Hilfe und couragiertes Eingreifen durch Laien. Die einzige Hilfe stellen eine frühzeitige Defibrillation und die Kompression des Herzens durch eine Herzdruckmassage dar.

Ungefähr 85 Prozent aller Fälle von plötzlichem Herztod treten zuhause in den eigenen vier Wänden auf. Fast immer sind Anwesende zugegen, die Erste-Hilfe leisten können. Daher ist ein Ziel der Initiative "Solidarität rettet Leben!" die öffentliche Anbringung von Defibrillatoren in Wiener Wohnbauten. Der frühzeitige Einsatz eines Defibrillators in den ersten drei Minuten kann die Überlebensrate von aktuell zehn auf 50 bis 75 Prozent anheben.

So funktioniert ein Defibrillator

Video "So funktioniert ein Defibrillator"

Über 1200 Wienerinnen und Wiener sterben jährlich den plötzlichen Herztod. Der Verein PULS informiert in Kooperation mit den Helfern Wiens über richtiges Verhalten im Notfall. Gemeinsam wollen sie Unsicherheiten nehmen und vor allem: Leben retten!

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