Ideen für die Stammersdorfer Kellergasse

Dialog und Austausch bringen den stadtbekannten Hohlweg im 21. Bezirk auf den Weg in die Zukunft. Im Frühjahr 2022 findet eine Planungswerkstatt statt. Erste Umsetzungen sind für 2023 geplant.

Magdalena Hubauer von der GB*, Bezirksvorsteher Georg Papai und Sabine Gehmayr von der GB* in der Sammersdorfer Kellergasse

Bezirksvorsteher Georg Papai mit Magdalena Hubauer und Sabine Gehmayr von der GB*

Die Stammersdorfer Kellergasse ist bis weit über die Bezirksgrenzen bekannt. Sie gehört zu den beliebtesten Heurigengegenden Wiens. 2021 wurde ein Entwicklungsprozess gestartet. Vor allem im Bereich der Verkehrsorganisation gibt es Wünsche, Ideen, Anregungen und Möglichkeiten, um Verbesserungen zum Wohle aller zu erzielen.

Große Herausforderungen

Städteplanerisch steht die Gasse vor großen Herausforderungen. Eine Verordnung der Stadt stellt das Ensemble "Stammersdorfer Kellergasse" flächendeckend unter Schutz. Die Widmung als Wald- und Wiesengürtel bewahrt die Struktur der Kellergasse. Trotzdem wird der gepflasterte Hohlweg stark vom Durchzugsverkehr befahren.

Kooperation für Verbesserungsmaßnahmen

Bezirksvorsteher Georg Papai hat gemeinsam mit der Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*) für die Bezirke 21 und 22 einen Prozess zur Stammersdorfer Kellergasse gestartet, damit sich diese positiv entwickelt. In Abstimmung mit den Dienststellen sowie den örtlichen Eigentümer*innen und lokalen Gewerbetreibenden sollen Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.

Bezirksvorsteher Georg Papai zeigt sich vom bisherigen Engagement der Anrainer*innen beeindruckt: "Ich bin zuversichtlich, dass wir uns gemeinsam Schritt für Schritt Verbesserungen nähern. Auch wenn es neben einfachen Aufgaben auch schwierige gibt: Bleiben wir gemeinsam dran, die Kellergasse in eine gute Zukunft zu führen!"

Planungswerkstatt und Info-Ausstellung 2022

Im Frühjahr 2022 wird die GB* im Auftrag des Bezirksvorstehers eine Planungswerkstatt mit den Beteiligten organisieren, um Raum für Dialog und Austausch zu bieten. Eine Info-Ausstellung im GB*Stadtteilbüro wird die bisherigen Überlegungen und Ergebnisse an Interessierte vermitteln. 2023 sollen dann erste Umsetzungsmaßnahmen folgen.

"Mir ist es wichtig, bei diesem Prozess auf die unmittelbar Betroffenen, die Anrainerinnen und Anrainer zu hören: Die Zukunft der Kellergasse lässt sich nicht vom Reißbrett aus planen", sagt Bezirksvorsteher Georg Papai.

Analyse und Befragungen 2021 - Rückblick

Die aktuelle Auseinandersetzung mit der Stammersdorfer Kellergasse nahm ihren Anlauf im Sommer 2021 mit örtlichen Analysen aller relevanten Rahmenbedingungen, um mögliche Handlungsspielräume zu erörtern. Darauf aufbauend erhielten 183 Eigentümer*innen, lokale Unternehmer*innen, landwirtschaftliche Bewirtschafter*innen sowie Pächter*innen in der Stammersdorfer Kellergasse einen Fragebogen zu ihrer Interessenslage. Der Rücklauf der großangelegten Befragung war überdurchschnittlich hoch. Viele Teilnehmer*innen bekundeten ihr Interesse an einer aktiven Mitwirkung am Veränderungsprozess.

Im Oktober führte das Team der GB* vertiefende Interviews mit Interessierten. Eine Straßenumfrage verdeutlichte die Vorstellungen und Bedürfnisse diverser Nutzer*innen - wie zum Beispiel Erholungssuchende, Sporttreibende oder Kund*innen.

Verschiedene Interessen zu gemeinsamen Lösungen bringen

Ein Großteil der Befragten sprach sich für eine Entschleunigung des Verkehrs und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität aus. Daneben soll die traditionelle Heurigen- und Weinkultur besser erlebbar werden. "Die Erreichbarkeit, die Ruhe, die Nostalgie, die Natürlichkeit, eine gute Kombination aus Alt und Neu. Keinesfalls eine zu starke Modernisierung. Altes neu beleben!", forderte etwa eine Befragte.

Da die Auswertung durchaus verschiedene Interessen offenbarte, ist es jetzt zentrale Aufgabe, gute Kompromisse zu suchen und Ziele zu klären. Die Vorarbeit, die am Tisch liegt, ist Grundlage, um erste Planungsvorschläge zu erarbeiten. Sabine Gehmayr, Leiterin der GB*, freut sich auf den weiteren Prozess: "Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die sich bisher bei der Befragung und bei den Interviews eingebracht haben. Es herrscht eine gute Dynamik! Und natürlich wird es auch weiterhin möglich sein, sich am Prozess zu beteiligen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam an den vielen guten Ideen weiterzuarbeiten."

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