Rad-Highway in Floridsdorf von Alte Donau bis Niederösterreich

In Floridsdorf wird die Hauptstraße "HB 232" nicht wie geplant zu einer Autobahn. Stattdessen wird ein 6 Kilometer langer "Klima-Highway" für Fahrräder und Öffis geschaffen.

Plangebiet des Fahrradweges

Vor mehr als 40 Jahren war die "HB 232" als Autobahn Richtung Brünn geplant. Anstelle einer 4-spurigen Straße wird eine durchgängige hochrangige Radverbindung von der Alten Donau bis nach Niederösterreich geschaffen - streckenweise in Kombination mit einer Busverbindung und als Erschließungsstraße für Stadtentwicklungs- und Betriebsgebiete.

Politikerin und Politiker mit großem Plan des betroffenen Plangebiets

Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Georg Papai

Planungsstadträtin Ulli Sima: "Die Planänderung ist möglich, weil durch den Bau von A5 und dem bereits realisierten Teil der S1 Nord eine hochrangige Straße durch den Bezirk überflüssig geworden ist. Die Trasse wird künftig in eine attraktive Nord-Süd-Verbindung für den Öffi-, Rad- und Fußverkehr entlang von Landschaftsschutzgebieten umgewandelt und ermöglicht die Erschließung für Stadtentwicklungsgebiete wie Neu Leopoldau."

Bezirksvorsteher von Floridsdorf Georg Papai: "Als Bezirk ist es uns wichtig, einerseits die Erschließung neuer Stadtgebiete zu gewährleisten, andererseits dem Bedürfnis der Bevölkerung nach Naturnähe und neuem Grünraum sowie guten Rad- und Öffi-Verbindungen Rechnung zu tragen. Mit den neuen Plänen für die HB 232 schaffen wir einen vielseitigen Verkehrsweg, der auf diese unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen optimal und flexibel eingeht."

Südlicher Teil: Neue Radwege und Lückenschlüsse - mögliche neue Buslinie

Plangebiet des Fahrradweges

Im Süden entsteht im Zuge der Stadtentwicklung Donaufeld eine ganz neue Radverbindung von der Alten Donau bis zur Angyalföldstraße, wo sie an den bestehenden Radweg anschließt. Ab Angyalföldstraße beginnt dann die eigentliche Trasse der HB 232. Diese weist derzeit keine durchgängige Radverbindung auf.

Mit dem Ausbau der Straße wird auch die bestehende Radweg-Lücke zwischen Satzingerweg und Leopoldauer Straße geschlossen. Die Straße wird ausgebaut, jedoch nur für Busse, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Für den motorisierten Individualverkehr ist die Straße gesperrt.

Ab der Siemensstraße wird anstelle der bestehenden Mehrzweckstreifen ein baulich getrennter Radweg errichtet.

Wo es bisher keine Öffi-Verbindung gibt, könnte eine neue Buslinie von der U-Bahn-Station Kagran bis nach Großjedlersdorf geführt werden. Zwischen Angyalföldstraße und Katharina-Scheiter-Gasse würde diese neue Bus-Route entlang der Trasse der HB 232, parallel zum ausgebauten Rad- und Fußweg, führen.

Mittelteil: Ausbau als Erschließungsstraße für Stadtentwicklung

Um das Stadtentwicklungsgebiet Neu Leopoldau und Betriebsgebiete im Norden optimal an die U1-Station Kagran und an das Zentrum Kagran anzubinden, ist die Errichtung einer Hauptstraße mit einem Fahrstreifen pro Fahrtrichtung im Abschnitt Tauschekgasse bis Gerasdorfer Straße geplant. Wo derzeit gar keine Verbindung besteht, soll künftig mit einer mit Bäumen bepflanzten Allee der Rad- und Fußweg ausgebaut sowie das Stadterweiterungsgebiet erschlossen werden.

Der Ausbau ermöglicht auch die weitere Siedlungsentwicklung nördlich der Katharina-Scheiter-Gasse. Die neue Buslinie würde ab Katharina-Scheiter-Gasse ins alte Ortszentrum von Großjedlersdorf abbiegen und damit die Route der HB 232 verlassen.

Nördlicher Teil: Rückwidmung in Grünraum

Im Norden werden auch in Zukunft gar keine Autos fahren. Im nördlichen Abschnitt Gerasdorfer Straße bis Stammersdorfer Straße wird entlang des Landschaftsschutzgebietes die Verkehrsband-Widmung auf Wiener Gebiet komplett aufgelassen und in Grünraum rückgewidmet. Denn eine durchgehende Verbindung für den motorisierten Individualverkehr zur Stammersdorfer Straße ist nicht mehr notwendig.

Statt die Straße auszubauen, werden auch hier im nördlichen Teil die letzten Lücken im Radweg nach Niederösterreich geschlossen - konkret zwischen dem Abschnitt Grenzweg und Stammersdorfer Straße - sodass ein qualitativ hochwertiger, durchgängiger Radweg von der Alten Donau im Süden bis zum Machfeldkanal und Regionalpark Drei Anger im Norden entsteht.

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