Innovativer Bodenfilter sichert Wasserqualität der Alten Donau

Durch den biologischen Bodenfilter im Wasserpark wird frisches Wasser aus der Neuen Donau in die Alte Donau eingeleitet. Im Zuge seiner Errichtung entstand auch ein neuer Erholungsraum in Floridsdorf.

Bodenfilteranlage im Wasserpark mit DI Loew(MA45), Umweltstadträtin Sima und Bezirksvorsteher Papai

Von den Baufortschritten des neuen Bodenfilters am Wasserpark in Floridsdorf haben sich Umweltstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Georg Papai selber ein Bild gemacht.

Der Bodenfilter befindet sich am Südufer des Wasserparks und stellt einen echten Prototyp dar, der im Rahmen des EU-Projekts LIFE+ Alte Donau von der Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) entwickelt wurde.

Er weist an seiner Oberfläche eine rund 2.000 Quadratmeter große Wasserfläche auf, die stellenweise mit Röhricht und blühenden Wasserpflanzen bepflanzt wurde. Die neu entstandene Flachwasserzone im Bereich des Bodenfilters ist ideal für Amphibien und andere Wassertiere.


Neue Promenade ist "Wohnzimmer im Freien"

An der Außenseite der Filteranlage wurde eine kleine Promenade mit einem Gehweg und Sitzmöglichkeiten errichtet, die die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer als "Wohnzimmer im Freien" nützen können.

Bezirksvorsteher Georg Papai:

Neben der neuen Beleuchtung am Wasserpark ist die neue Promenade ein weiteres attraktives Angebot für die Erholungssuchenden im Bezirk.

Umweltstadträtin Ulli Sima:

Wir sorgen dafür, dass das Natur- und Freizeitjuwel Alte Donau auch zukünftigen Generationen auf diesem hohen Niveau erhalten bleibt.

Schutz der Alten Donau im Rahmen von LIFE+

Bodenfilteranlage im Wasserpark

Durch die Donauregulierung von 1870 bis 1875 wurde aus dem ehemaligen Hauptarm der Donau ein grundwassergespeister See – die Alte Donau. Das rund 1,6 Quadratkilometer umfassende Natur- und Freizeitparadies Alte Donau ist ein wertvoller ökologischer Lebensraum, den die Stadt Wien streng schützt. Der Klimawandel und der steigende Nutzungsdruck als Badegewässer stellen aber große Herausforderungen an die Alte Donau dar.

2013 startete die Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) das von der EU geförderte Projekt LIFE+ Alte Donau. Zahlreiche Maßnahmen und Projekte rund um die Alte Donau sollen das Gewässer sowohl als ökologisch wertvolles Kleinod als auch als beliebtes Naherholungsgebiet sichern.

Zweck und Funktionsweise des Bodenfilters

Die Zuleitung aus der Neuen Donau erfolgt im freien Gefälle über eine bereits bestehende Leitung. Das Wasser wird über den Filterkörper des Bodenfilters im Wasserpark in die Alte Donau geleitet.

Der Filter reduziert die im Wasser enthaltenen Nährstoffe, vor allem Phosphat, das das Makrophytenwachstum anheizt. Und durch Anreicherung des Wassers mit Kalzium wird der pH-Wert in der Alten Donau stabil gehalten. Bis zu 90 Liter pro Sekunde sauberes Wasser können über den Bodenfilter in die Alte Donau eingeleitet werden.

Funktionsweise - Bodenfilter Alte Donau

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