Franklinstraße - Umgestaltung als Sozialprojekt

Die Bezirksvertretung setzt bei der Neugestaltung der Franklinstraße sozialpolitische Akzente. Arbeitssuchende Jugendliche aus Floridsdorf wirken an der Begrünung und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität mit und erlernen dabei wichtige berufliche Kompetenzen.

Prokuristin Gudrun Höfner von itworks und BV Georg Papai mit Jugendlichen

Prokuristin Gudrun Höfner von itworks und BV Georg Papai mit Jugendlichen in der Franklinstraße

Wenn in der Politik über Arbeitsplätze gesprochen wird, geht es meist um Statistiken, Prognosen oder regionale Förderungen. In Floridsdorf wird nun ein anderer, innovativer Weg eingeschlagen. Bei der Neugestaltung der Franklinstraße werden auf Initiative von Bezirksvorsteher Georg Papai erstmals Mittel aus dem Bezirksbudget bereitgestellt, um konkrete arbeitsmarktpolitische Akzente zu setzen.

Arbeitssuchende Jugendliche aus Floridsdorf im Alter von 18 bis 25 Jahren, denen der Übergang von der Schule in einen Arbeitsplatz oder in eine Lehrausbildung noch nicht gelungen ist, gestalten von Anfang Mai bis Ende November 2017 eine neue Aufenthaltsqualität für Jung und Alt.


In der Franklinstraße wird eine belebte Zone inmitten von Bildungseinrichtungen, medizinischen Standorten, Hallenbad und öffentlichem Verkehr durch die Arbeit der Jugendlichen und zusätzlichen Elementen wie Begrünung und Sitzgelegenheiten stärker miteinander verbunden. Attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten und zusammenhängende Wegestrukturen schaffen ein Umfeld für mehr soziales Miteinander im öffentlichen Raum.

Durchgeführt wird dieses Projekt von greenlab, einem sozialökonomischen Betrieb, der sich im Auftrag des AMS Wien an jugendliche Arbeitssuchende richtet.

Teamwork und praktische Fertigkeiten fördern

Bezirksvorsteher Georg Papai:

Ich bin stolz darauf, dass sich die Bezirksvertretung für diesen wichtigen sozial- und arbeitsmarktpolitischen Akzent ausgesprochen hat. Die Jugendlichen können hier Teamwork und praktische Fertigkeiten für ihre berufliche Zukunft erlernen.

Kernelement ist das handwerkliche Arbeiten in konkreten Projekten der Landschaftsarchitektur und der Stadtplanung. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stufenweise an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen und jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu bieten. Mit Hilfe von Arbeitsanleiterinnen und Arbeitsanleitern werden eigenverantwortliches Arbeiten und soziale Kompetenz gefestigt.

Projekt "greenlab"

Das Projekt "greenlab" wird durch eine Kooperation von zwoPK Landschaftsarchitektur und itworks abgewickelt.

Im Auftrag des AMS Wien führt itworks Personalservice und Beratung gemeinnützige GmbH den sozialökonomischen Betrieb, der durch die Bereitstellung von befristeten Arbeitsplätzen, arbeitsmarktferne Personen bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt. Unterstützt von einem effizienten Bündel an intensiver Beratung, begleitender Qualifizierung und sozialpädagogischer Betreuung arbeiten die Personen als Transitarbeitskräfte in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern.

zwoPK Landschaftsarchitektur ist für die technisch inhaltliche Projektleitung verantwortlich. zwoPK akquiriert, plant und organisiert die einzelnen Arbeitsprojekte. Das Büro setzt sich seit einigen Jahren intensiv mit den Themenfeldern Zwischennutzung und Freiräume für Jugendliche in Form von Studien und Umsetzungsprojekten auseinander.

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