15-Jahre-Jubiläum: SOS-Kinderdorf startet neue Präventionsprojekte

Vor 15 Jahren eröffnete im 21. Bezirk das erste urbane SOS-Kinderdorf Österreichs. Zum Jubiläum legt SOS-Kinderdorf in Wien einen neuen Schwerpunkt auf Prävention, um zu verhindern, dass Familien zerbrechen.

Bezirksvorsteher Georg Papai, Clemens Klingan, Stadtrat Christoph Wiederkehr

Bezirksvorsteher Georg Papai, SOS-Kinderdorf-Geschäftsleiter Clemens Klingan und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr

Zum Jubiläum gratulierten Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr und Bezirksvorsteher Georg Papai bei einem Besuch im SOS-Kinderdorf.

Zum 15. Geburtstag baut SOS-Kinderdorf nun zwei präventive Angebote aus, die dabei unterstützen, dass Familien zusammenbleiben können. Denn in Wien leben rund 4.000 Kinder in sogenannter Fremdunterbringung, können also nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen.

Schnelle Hilfe für Kinder in Not

Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr: "Ich freue mich sehr, dass so eine wichtige Institution wie das SOS-Kinderdorf in Wien sein 15jähriges Bestehen feiert. Das zeigt, dass neben den vielfältigen Angeboten der Stadt, Initiativen wie das SOS-Kinderdorf eine sehr große Bedeutung haben. Mir als Jugendstadtrat ist es sehr wichtig, Kindern, die in Not geraten sind, direkt und schnell zu helfen."

Das SOS-Kinderdorf sei ein überaus verlässlicher Partner der Stadt Wien, der in seinem 15jährigen Bestehen unzählige Familien wieder zusammenführen und so die Situation für alle Betroffenen merklich verbessern konnte, so Wiederkehr weiter.

Von Floridsdorf über ganz Wien

Bezirksvorsteher Georg Papai ist erfreut über die Entwicklungen in seinem Bezirk, wo es seit 15 Jahren das erste urbane SOS-Kinderdorf Österreichs gibt: "Was fast schon zaghaft in Form einer SOS-Kinderdorf-Familie mit 3 Kindern begann, ist über die Jahre zu einer Erfolgsstory geworden, bei der heute eine Vielzahl SOS-Kinderdorf -Familien und Wohngruppen in Mietwohnungen Tür an Tür mit anderen Wiener Familien leben. Wo sonst, wenn nicht in Floridsdorf, das trotz seiner Urbanität für seine dörfliche Identität und sein nachbarschaftliches Miteinander bekannt ist, fände sich der ideale Boden für ein derartiges Konzept wünschenswerter sozialer Durchmischung."

Von den vielfältigen Beratungsangeboten die das SOS-Kinderdorf auch externen Ratsuchenden anbietet, profitieren viele Floridsdorfer*innen.

Ausbau der präventiven Arbeit

SOS-Kinderdorf Wien wird die mobile Betreuung von Familien im nächsten Jahr verdoppeln. Mit dem Eltern-Kind-Wohnen startet ein ganz neues Projekt. Ein zusätzliches Team von mobilen Familienbetreuer*innen wird ab Herbst 2021 rund 60 Familien im Jahr in Wien erreichen können.

Zudem wird ebenfalls noch im Herbst dieses Jahres das Eltern-Kind-Wohnen mit den ersten beiden Familien in ein Pilotprojekt starten. "Bei dieser Betreuungsform zieht die ganze Familie in eine Wohnung von SOS-Kinderdorf ein. Gemeinsam mit den Eltern werden Ziele festgesetzt, welche mit den Sozialpädagog*innen und Familienberater*innen bearbeitet werden", so Clemens Klingan, Geschäftsleiter von SOS-Kinderdorf.

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