Wohnsiedlung Wienerfeld West wird saniert

Derzeit läuft eine umfassende Thewosan-Sanierung der Wohnsiedlung Am Wienerfeld West. Das gesamte Bauvorhaben findet in mehreren Bauabschnitten statt. Investiert werden 13,7 Millionen Euro.

Wohnhaus am Wienerfeld

Die Wohnhäuser Am Wienerfeld West verfügen über eine schlechte Bausubstanz. Eine umfassende Sanierung ist notwendig.

Die Wohnhaussiedlung, die während des zweiten Weltkriegs in den Jahren 1939 bis 1942 unter widrigen Umständen errichtet wurde, verfügt über eine besonders schlechte Bausubstanz. Bereits im Vorfeld der konkreten Sanierungsplanung konstatierten mehrere externe Sachverständige deutlich schwerwiegendere bauliche Mängel, als bislang angenommen werden konnte. Insbesondere die Stiegenhaustrennwände sowie ein Großteil der Wohnungs-Mittelmauern in der 47 Stiegen und 145 Mietobjekte umfassenden Wohnhausanlage wurden bedingt durch die damaligen Rahmenbedingungen baulich in minderwertiger Qualität ausgeführt. Sie müssen daher im Zuge der Sanierungsarbeiten komplett erneuert werden.

Sanierung für MieterInnen leistbar

Das Sanierungskonzept sieht einen umfassenden Maßnahmenkatalog einschließlich einer thermisch-energetischen Sanierung der kompletten Wohnsiedlung vor. Dank zusätzlicher Fördermittel, die durch die Novelle der geltenden Sanierungsverordnung bereitstehen werden, kann sichergestellt werden, dass eine derart aufwändige Sanierung durchgeführt werden kann und gleichzeitig auch weiterhin Wohnraum zu erschwinglichen Konditionen zur Verfügung steht. So können - abgesehen von einer moderaten und nur temporären Mietzinsanhebung in etwa auf den für Neuverträge bereits seit 2012 geltenden Richtwertzins - direkte Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner vermieden werden. Für Bewohnerinnen und Bewohner mit geringem Einkommen ist zudem auch eine individuelle Unterstützung im Rahmen der Wohnbeihilfe möglich.

Sanierungsfahrplan

Um die Gebäudesicherheit sowie die hohe Lebensqualität in den durchgehend mit Mietergärten ausgestatteten Wohnhäusern auch für die Zukunft gewährleisten zu können, bedarf es einer Vielzahl an baulichen Maßnahmen. Das gesamte Bauvorhaben findet in mehreren Bauabschnitten statt und wird rund 36 Monate in Anspruch nehmen. Die Gesamtkostenschätzung beläuft sich auf 13,7 Millionen Euro.

Da nicht alle baulichen Maßnahmen im bewohnten Zustand umgesetzt werden können, ist im Zuge der Sanierung eine temporäre Freimachung der einzelnen Mietobjekte unvermeidbar. Für die Mieterinnen und Mieter bedeutet dies, dass sie jeweils für wenige Wochen in einer Ersatzwohnung untergebracht werden. "Wiener Wohnen wird alles daran setzen, die entsprechende Bauphase möglichst kurz zu halten und in diesem Zeitraum für eine adäquate und möglichst nahe an der Wohnhausanlage gelegenen Unterbringung der Mieterinnen und Mieter zu sorgen", verspricht Bezirksvorsteher Marcus Franz.

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