Parkpickerl in Favoriten

Gleichzeitig mit der Verlängerung der U1 nach Oberlaa wurde in Favoriten im September 2017 eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Für die Beantragung wurden die Öffnungszeiten des Magistratischen Bezirksamts erweitert.

Parkende Autos

Die Parkplatzsituation in Favoriten ist sehr angespannt. Das Parkpickerl wird den Verkehr spürbar reduzieren und Stellplätze verfügbar machen.

Als im Jahr 2012 Meidling das Parkpickerl eingeführt hat, beschloss Favoriten vorerst von einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung abzusehen. Damals argumentierte Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner, dass eine Einführung vor 2017 wenig sinnvoll sei, da "Großbaustellen wie der neue Hauptbahnhof und die U1-Verlängerung keine Verbesserung im Parkplatzangebot erwarten lassen."

Nun ist es soweit und Favoriten ist der 17. Wiener Bezirk, in dem ein Parkpickerl gilt - seit Montag, dem 4. September 2017, mit einer Geltungsdauer von 9 bis 19 Uhr an Werktagen.

Antrag

Mit 1. Juni 2017 startete die Anmeldung für ein Parkpickerl in Favoriten. Diese kann persönlich beim Magistratischen Bezirksamt in der Laxenburger 43–45 oder online eingereicht werden:

Parkpickerl beantragen

Begrenzung festgelegt

Die Begrenzung der flächendeckenden Kurzparkzone verläuft entlang der Bezirksgrenze vom 10. zum 3., 4., 5., 11. und 12. Bezirk sowie zu Teilen des 23. Bezirks. Eingeschlossen ist auch die Filmteichstraße inklusive dem Parkplatz auf Höhe der Laaer-Berg-Straße 207. Ausgenommen von der Regelung sind das Grün- und Industrieareal westlich der Triester Straße und das Gebiet westlich der Himberger Straße zwischen Liesingbach und Bahnlände sowie die unbebauten Zonen am südlichen und östlichen Rand des 10. Bezirks.

Informationstage für die Bevölkerung

Um genügend Zeit für die Planung sowie für die Information der Bevölkerung zu haben, wurde bereits am 15. Juni 2016 in der Bezirksvertretung Favoriten mehrheitlich der Beschluss für die Einführung des Parkpickerls ab Herbst 2017 gefasst. "Nun laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren und die Einbindung der Favoritnerinnen und Favoritner ist uns sehr wichtig", erklärt Bezirksrat Ing. Gerhard Blöschl, der Vorsitzende der Favoritner Verkehrskommission. Daher gab es im Herbst 2016 die ersten Informationsveranstaltungen, bei denen neben Mandatarinnen und Mandataren des Bezirks auch Expertinnen und Experten des Magistrats informieren und für Gespräche zur Verfügung standen.

Darüber hinaus gaben Vertreterinnen der Wiener Linien zur U-Bahnverlängerung sowie dem neuen Sekundärnetz der Straßenbahn- und Buslinien im Bezirk Auskunft. Die ersten Informationstage fanden am 16. November 2016 in der Fachhochschule Campus Wien und am 30. November 2016 in der Volkshochschule Favoriten statt. Gesonderte Informationsveranstaltungen gibt es in der Bezirksvorstehung für Wirtschaftstreibende sowie für Kleingartenvereine.

Protokoll der Infoveranstaltung

Zur Nachlese der Informationsveranstaltung am 16. November 2016 steht ein Protokoll zur Verfügung, das auch über die Fragen seitens der Bürgerinnen und Bürger und der daraus entstehenden Diskussionen informiert:

Protokoll herunterladen (351 KB PDF)

Entspannung für Verkehr und Umwelt

"Tatsache ist, dass es ohne Parkpickerl mit der Verlängerung der U1 ab September 2017 zu chaotischen Zuständen bei uns im Bezirk gekommen wäre", sah Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner Handlungsbedarf. Das wurde auch durch zahlreiche Bezirksbewohnerinnen und -bewohner in letzter Zeit immer wieder artikuliert. Der Verkehr würde - bedingt auch durch fast 200.000 Einpendlerinnen und Einpendler - in ganz Favoriten spürbar zunehmen. Die Parkplätze - vor allem entlang der U-Bahnstationen - wären völlig ausgelastet. Die Erfahrung aus anderen Bezirken zeigt, dass ein Parkpickerl zu einer deutlichen Entspannung der Situation führt und Anrainerinnen und Anrainer leichter zu einem Parkplatz kommen.

Grafik über die Parkplatzsituation bei Einführung des Parkpickerls

Erfahrungen aus anderen Bezirken zeigen, dass sich mit der Einführung des Parkpickerls die Stellplatzsituation deutlich entspannt.

Es fahren prinzipiell weniger Autos in parkraumbewirtschaftete Bezirke. Luftverschmutzung und Lärm nehmen dadurch ab. Die geringere Nachfrage nach Parkplätzen und die verbesserte Überwachung führen schließlich zu einem besonders starken Rückgang von verkehrsbehinderndem Falschparken wie etwa in zweiter Spur, im Kreuzungsbereich, auf Schutzwegen oder auf Gehsteigen um mehr als 78 Prozent. "Die Parkraumbewirtschaftung leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Umweltsituation und der Lebensqualität in Favoriten", ist Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner überzeugt.

In einem Pressegespräch am 30. Mai 2017 nannte Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou die Vorteile des Parkpickerls: Mehr freie Parkplätze, weniger Verkehr und eine bessere Luft.

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