Gedenktafel bei ehemaligem Humboldttempel erneuert

Am Humboldtplatz wurde die Gedenktafel für das in der Reichspogromnacht zerstörte jüdische Gebetshaus erneuert und es gibt Pläne für ein Denkmal.

Gedenktafel am Humboldplatz

Die Gedenktafel des ehemaligen Tempels wurde Ende Juni 2015 am Haus Humboldtgasse 27 angebracht.

Der Humboldttempel – auch bekannt als Synagoge Humboldtgasse – war eine Vereinssynagoge des Israelitischen Tempel- und Schulvereins für den 10. Bezirk. Das Gebäude in der Humboldtgasse 27 direkt am Humboldtplatz wurde in den Jahren 1895/1896 nach Plänen von Jakob Gartner errichtet und 1938 während des Novemberpogroms zerstört.

Informativer und besser sichtbar

Bislang erinnerte eine bronzene Tafel an das von den Nationalsozialisten zerstörte Gebetshaus. Diese Tafel wurde nun erneuert und durch eine mehrsprachige Gedenktafel samt Abbildung ersetzt. Die neue Tafel ist informativer und aufgrund der Anbringung an der Hausfront Humboldtplatz jetzt auch besser sichtbarer.

Angeregt wurde die Errichtung der neuen Gedenktafel vom Arbeitskreis Gedenkpolitik der Kulturkommission der Bezirksvertretung Favoriten.


Denkmal in Planung

Im Mai 2014 haben alle Parteien der Bezirksvertretung gemeinsam einen Antrag eingebracht, ob am Humboldtplatz ein Denkmal zur Erinnerung an die Synagoge errichtet werden könnte. Dieser Antrag wurde der Kulturkommission zugewiesen und wird gleichfalls im Arbeitskreis Gedenkpolitik der Kulturkommission behandelt.

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