Denkmal und Gedenktafel bei ehemaligem Humboldttempel

Am Humboldtplatz wurde in Erinnerung an das in der "Reichspogromnacht" zerstörte jüdische Gebetshaus eine Gedenktafel erneuert und ein Denkmal errichtet.

Drei Männer bei einem Denkmal

Im Gedenken an die zur Zeit des Nationalsozialismus zerstörte Synagoge wurde am Humboldtplatz ein Denkmal errichtet.

Der Humboldttempel - auch bekannt als Synagoge Humboldtgasse - war eine Vereinssynagoge des Israelitischen Tempel- und Schulvereins für den 10. Bezirk. Das Gebäude in der Humboldtgasse 27 direkt am Humboldtplatz wurde in den Jahren 1895/1896 nach Plänen von Jakob Gartner errichtet und 1938 während des Novemberpogroms zerstört.

Informativer und besser sichtbar

Früher erinnerte eine bronzene Tafel an das von den Nationalsozialisten zerstörte Gebetshaus. Diese Tafel wurde durch eine mehrsprachige Gedenktafel samt Abbildung ersetzt. Die neue Tafel ist informativer und aufgrund der Anbringung an der Hausfront zum Humboldtplatz auch besser sichtbar.

Angeregt wurde die Errichtung der neuen Gedenktafel vom Arbeitskreis Gedenkpolitik der Kulturkommission der Bezirksvertretung Favoriten.

Denkmal am Platz errichtet

Im Mai 2014 haben alle Parteien der Bezirksvertretung gemeinsam einen Antrag eingebracht, um am Humboldtplatz ein Denkmal zur Erinnerung an die Synagoge errichten zu können.

Seit dem 2. November 2017 steht das von der Architektin und Künstlerin Barbara Asimus entworfene Denkmal nun im Humboldtpark. Es zeigt die Umrisse der Tempelfassaden aus Glas und in der Sockeloberfläche eingelassen den Grundriss der Innenräume des Tempels. Der Betonsockel entspricht im verkleinerten Maßstab der Grundfläche des zerstörten Gebäudes. An den Sockelrändern befinden sich die Inschriften:

  • Humboldttempel 1896 bis 1938. Zerstört in der Pogromnacht 10. November 1938
  • Niemand hat das Recht zu gehorchen. (Hannah Arendt)

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