Eröffnung des dauerhaften Labyrinth-Garten Aspern

Am 25. Mai 2019 öffnet der Labyrinth-Garten mit 300 heimischen Zier- und Nutzpflanzen in der Seestadt seine Pforten.

Maikäfer auf Pflanze

Die 2018 auf dem Schwarzenbergplatz präsentierte Ausstellung "Sharing Heritage: Labyrinths in Europe" war ein großer Erfolg. Viele Besucherinnen und Besucher wünschten eine langfristige Installation.

Initiatorin Tina Zickler suchte nach einem geeigneten Terrain für die Sträucher und Bäume. Mit Hilfe von Landtagspräsident Ernst Woller und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy wurde ein Grundstück am Tor zur Seestadt Aspern gefunden, das der 22. Wiener Bezirk für einen fixen Labyrinth-Garten zur Verfügung stellte.

Runder Labyrinth-Garten

Am 5. November 2018 startete der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) der Stadt Wien die Anpflanzung auf dem Terrain "An den alten Schanzen/Johann-Kutschera-Gasse". Der runde Labyrinth-Garten nach einem Entwurf von Tina Zickler hat 4 Umgänge und einen Durchmesser von 36 Metern. 300 heimische Zier- und Nutzpflanzen, die von den Österreichischen Bundesgärten für die Präsentation am Schwarzenbergplatz zur Verfügung gestellt wurden, säumen nun den Weg: Flieder, Schneeball, Haselnuss, Pfaffenkapperl, Liguster, Baumhasel, Dirndlstrauch, Weidenkätzchen, Roter Hartriegel und einige Apfelbäumchen.

Die Weglänge zur Mitte beträgt 260 Meter. Dort steht die Keramikskulptur "Nutshell" von Marie Janssen. Am Eingang des Labyrinth-Gartens erläutern 8 Info-Tafeln die Entstehung des Projekts. Auf den Tafeln werden auch einige Labyrinth-Objekte aus Wiener Sammlungen vorgestellt, wie das berühmte Theseusmosaik aus dem Kunsthistorischen Museum Wien. Zudem wird anhand des Irrgartens in Schönbrunn der Unterschied zum Labyrinth erläutert.

Das Labyrinth - ein 5.000 Jahre altes Symbol

Das Labyrinth gehört zu den kulturellen Urschätzen der Menschheit. Es ist ein über 5.000 Jahre altes Symbol für den menschlichen Lebensweg. Das Labyrinthzeichen hat seinen Ausgangspunkt im Mittelmeerraum. In Europa kommt es in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen vor: vom Graffito in Pompeji über römische Mosaiken, gotische Labyrinthe in Frankreich, die "Trojaburgen" in Skandinavien und die Rasenlabyrinthe in Großbritannien. Ausgehend von Europa hat sich das Labyrinthsymbol bis nach Russland, Syrien, Afghanistan, Indien, Sri Lanka, Indonesien, Mexiko und USA verbreitet.

Veranstaltungsdetails

  • Termin: Samstag, 25. Mai 2019, um 14 Uhr
  • Es sprechen:
    • Tina Zickler, Initiatorin und Kuratorin
    • Ernst Woller, Landtagspräsident
    • Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher Donaustadt
  • Ort: 22., An den alten Schanzen/Johann-Kutschera-Gasse
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