Labyrinth-Garten Aspern

Seit 2019 gibt es in der Seestadt einen Labyrinth-Garten mit 300 heimischen Zierpflanzen und Nutzpflanzen.

Maikäfer auf Pflanze

Der runde Labyrinth-Garten befindet sich im 22. Bezirk An den alten Schanzen/Johann-Kutschera-Gasse. Er ist die langfristige Umsetzung einer ursprünglich temporären Ausstellung.

Der Labyrinth-Garten wurde nach einem Entwurf von Tina Zickler umgesetzt. Er hat 4 Umgänge und einen Durchmesser von 36 Metern. 300 heimische Zier- und Nutzpflanzen säumen den Weg: Flieder, Schneeball, Haselnuss, Pfaffenkapperl, Liguster, Baumhasel, Dirndlstrauch, Weidenkätzchen, Roter Hartriegel und einige Apfelbäumchen.

Die Weglänge zur Mitte beträgt 260 Meter. Dort steht die Keramikskulptur "Nutshell" von Marie Janssen.

8 Info-Tafeln

Am Eingang des Labyrinth-Gartens erläutern 8 Info-Tafeln die Entstehung des Projekts. Auf den Tafeln werden auch einige Labyrinth-Objekte aus Wiener Sammlungen vorgestellt, wie das berühmte Theseusmosaik aus dem Kunsthistorischen Museum Wien. Zudem wird anhand des Irrgartens in Schönbrunn der Unterschied zum Labyrinth erläutert.

Ursprünglich Ausstellung am Schwarzenbergplatz

2018 wurde auf dem Schwarzenbergplatz die Ausstellung "Sharing Heritage: Labyrinths in Europe" präsentiert. Der temporäre Labyrinth-Garten war ein großer Erfolg. Viele Besucherinnen und Besucher wünschten eine langfristige Installation.

Initiatorin Tina Zickler suchte nach einem geeigneten Terrain für die Sträucher und Bäume, die von den Österreichischen Bundesgärten für die Präsentation am Schwarzenbergplatz zur Verfügung gestellt wurden. Mit Hilfe von Landtagspräsident Ernst Woller und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy wurde ein Grundstück am Tor zur aspern Seestadt gefunden, das der Bezirk für einen fixen Labyrinth-Garten zur Verfügung stellte.

Am 5. November 2018 startete der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) der Stadt Wien die Anpflanzung auf dem Terrain "An den alten Schanzen/Johann-Kutschera-Gasse".

Das Labyrinth - ein 5.000 Jahre altes Symbol

Das Labyrinth gehört zu den kulturellen Urschätzen der Menschheit. Es ist ein über 5.000 Jahre altes Symbol für den menschlichen Lebensweg. Das Labyrinthzeichen hat seinen Ausgangspunkt im Mittelmeerraum. In Europa kommt es in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen vor: vom Graffito in Pompeji über römische Mosaiken, gotische Labyrinthe in Frankreich, die "Trojaburgen" in Skandinavien und die Rasenlabyrinthe in Großbritannien. Ausgehend von Europa hat sich das Labyrinth-Symbol bis nach Russland, Syrien, Afghanistan, Indien, Sri Lanka, Indonesien, Mexiko und USA verbreitet.

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