Ausstellungen in der Gedenkstätte Karajangasse

Seit Mai 1999 gibt es im Keller des Brigittenauer Gymnasiums zwei zeitgeschichtliche Ausstellungen zu sehen, die sich mit dem tragischen Kapitel der Schule in der NS-Zeit befassen.

Mehrere Jugendliche in einem Ausstellungsraum

Die Ausstellung "Als Schulen zu Gefängnissen wurden" wurde von Schülerinnen und Schülern gestaltet, "Die verlorene Insel" vom Aktionsradius Augarten. Beide Ausstellungen befassen sich mit einem historischen Bezug der Schule: In der ehemaligen Volksschule war im Jahr 1938 ein Gestapo-Gefängnis eingerichtet.

Die Gedenkstätte ist diesem traurigen Kapitel der Schulgeschichte gewidmet, aber auch den Brigittenauer Widerstandskämpferinnen und -kämpfern. Ein eigener Raum befasst sich mit den ehemaligen jüdischen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. Weitere Räume der Gedenkstätte befassen sich mit den innenpolitischen Bedingungen für den "Anschluss" und dem Nationalsozialismus im Allgemeinen.

Präsentation von Schulprojekten

Außerdem sind Ergebnisse verschiedener Schulprojekte ausgestellt. Einige befassten sich mit der Erforschung der Lebens- und Leidensgeschichten der ehemaligen Schülerinnen und Schüler. 24 davon sind namentlich bekannte Opfer des Holocaust. Ihnen sind Gedenkblätter und die "Steine der Erinnerung" vor der Schule gewidmet, die in Kooperation mit dem gleichnamigen Verein gesetzt wurden.

Teile der Ausstellungen wurden nach modernen museologischen Konzepten überarbeitet und ergänzt.

Details zur Ausstellung

  • Gedenkstätte Karajangasse
  • Öffnungszeiten: donnerstags von 16 bis 20 Uhr, Führungen nach Absprache
  • Ort: Schulkeller des Brigittenauer Gymnasiums, 20., Karajangasse 14
    Fahrplanauskunft
  • Der Eintritt ist frei.
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